Zahlen zu Gewalt gegen Frauen in Luxemburg

von | 10.03.2022

Jedes Jahr werden Stimmen laut, die den Sinn des Frauenkampftages am 8. März in Frage stellen, doch genauso oft räumen Statistiken zu Gewalt gegen Frauen Zweifel darüber beiseite – so auch eine Statistik des Statec, die diese Woche präsentiert wurde. Die Daten stammen zwar schon aus dem Jahr 2020, sind aber dennoch wichtig: Damals führte das Statistik-Institut, in Zusammenarbeit mit der Police grand-ducale, eine Enquête sur la sécurité durch. In diesem Kontext wurden Menschen ab 16, die in Luxemburg leben, zu ihren Gewalterfahrungen befragt. 20 Prozent der Frauen gaben an, in den zwölf Monaten vor der Datenerhebung Opfer physischer, sexualisierter oder/und psychologischer Gewalt geworden zu sein. Am öftesten kam es zu psychologischen Aggressionen wie Stalking, Belästigung oder Kontrollverhalten in der Beziehung. 12 Prozent der Frauen wurden darüber hinaus im Laufe ihres Lebens vergewaltigt oder sind einem versuchten Missbrauch entkommen. Eine von vier Frauen hat in ihrem Leben mindestens eine Form sexualisierter Gewalt erlebt. Ergänzend zu den Zahlen des Statec, bietet sich ein Blick auf den Bericht des Comité de coopération entre les professionnels dans le domaine de la lutte contre la violence aus dem Jahr 2020 an: Die gemeldeten Fälle häuslicher Gewalt erreichten hiernach 2020 ihren Höchststand seit 2011. Rund 60 Prozent der Opfer waren weiblich.

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