Die Pandemie als Stillleben, der Arbeitsalltag von Frauen als Holzschnitt: Die luxemburgische Künstlerin Berthe Lutgen greift in der Abtei Neumünster in ihrer Einzelausstellung „L’emprise du réel“ auf altbewährtes Kunsthandwerk zurück, um aktuelle Krisen aufzuarbeiten und ein feministisches Zeichen zu setzen. Kunst, die sich kritisch mit der Gegenwart auseinandersetzt, ist für Berthe Lutgen nicht neu: Die Künstlerin gründete 1971 den „Mouvement de la libération des femmes“ und ist seit jeher als engagierte Kunstschaffende bekannt. In ihrer Schau in der Abtei Neumünster will sie unter anderem die Arbeit von Frauen würdigen.
Buch: Halbinsel
Beim Roman „Halbinsel“ von Kristine Bilkau handelt es sich um eine Mutter-Tochter-Geschichte, die im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen Familienerzählungen keine große Drastik enthält. Dennoch ist das dargestellte Verhältnis zwischen Annett und Linn komplex, geprägt von Zärtlichkeit auf der einen und dem – besonders von Linn ausgehenden –...

