Noch bis zum 15. Januar zeigt die Escher Konschthal Deimantas Narkevičius Filmarbeiten. Narkevičius zählt für die Kunsthalle zu den international erfolgreichsten und beständigsten litauischen Gegenwartskünstler*innen. Thematisch ist die Schau einen Besuch auf den letzten Drücker Wert, besonders für diejenigen, die sich für die künstlerische Aufarbeitung der Post-Sowjetunion interessieren: Narkevičius beschwört Geister der Vergangenheit herauf, konfrontiert das heutige Litauen mit seiner neuen Identität. Wer die Ausstellung besucht, sollte allerdings viel Zeit mitbringen und am besten eine Taschenlampe, denn die meisten Filme sind lang und die Vorführräume gleichen einem dunklen, unübersichtlichem Labyrinth.
Buchtipp: Stadt aus Sand
In seinem Erzählband „Stadt aus Sand“ schreibt Ángel Santiesteban über extreme Gewalt, moralische Verwahrlosung, Gewissenskonflikte, Verzweiflung, Mangel und Tod in einem Land, in dem Einwohner*in sein unweigerlich heißt, in Unfreiheit zu leben. Jede einzelne der dreizehn Kurzgeschichten beweist, dass der kubanische Autor nicht nur ein Meister...

