Wer für einen Spaziergang im Escher Ellergronn aufbricht, kann sich bei der Gelegenheit seit April im Centre nature et forêt die neue Dauerausstellung „Transition Now“ anschauen: Die Kurator*innen Malou Muschang und Frank Wolff von der Naturverwaltung beleuchten auf drei Stockwerken den Einfluss der Menschen auf den Planeten. Wie haben wir den Planeten in den letzten 200 Jahren verändert, beziehungsweise zerstört? Anhand von Wandmalereien, Graphiken, Infotafeln und audiovisuellen Beiträgen können die Besucher*innen die Entwicklungen nachverfolgen. Die Schau mag eine gewisse Endzeitstimmung verbreiten, wartet aber auch mit Lösungsvorschlägen auf, die sich in der Politik, der Gesellschaft und der Natur selbst verorten lassen. Eine interaktive Internetseite ergänzt die Ausstellung: Auf transition-now.lu werden die Kernelemente der Ausstellung zusammengefasst; via diverser Kacheln können die Besucher*innen sich unter anderem über politische Abkommen zum Naturschutz oder über luxemburgische Initiativen gegen die Lebensmittelverschwendung, in diesem Fall Antigaspi, informieren. Eine Ausstellung mit pädagogischem Ansatz also, die für die Klimakrise sensibilisieren möchte, ohne Handlungsmöglichkeiten und Hoffnungsträger*innen zu vergessen.
Kulturtipp: Warpunk-Propaganda aus Teheran
„Sind wir nur bedeutungslose Zahlen in dieser korrupten Welt?“, fragte das iranische „Ardawahisht Collective“ am 20. Januar auf seinem Facebook-Auftritt angesichts der fortdauernden Massaker des islamischen Regimes im Iran an der dortigen Zivilbevölkerung. Eines der Mitglieder des Kollektivs von Metalmusiker*innen hatte gerade zwei neue Tracks präsentiert: „No Title – They Killed More than 12.000 in 4 Days“ und „Warpunk Rebellion MMXXVI“, so die beiden Stücke, in denen das Grauen dieser Tage verarbeitet worden ist.

