Am vergangenen Dienstag veröffentlichte der „Europäische Wissenschaftliche Beirat für Klimawandel“ einen neuen Bericht. Darin spricht er Empfehlungen aus, wie sich die Europäische Union besser an die vom Menschen verursachten Klimaveränderungen anpassen kann. Bereits jetzt liegt die weltweite Durchschnittstemperatur 1,4 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Der europäische Kontinent erwärmt sich jedoch doppelt so schnell wie das globale Mittel, sodass es hier häufiger zu schweren Klimaschäden kommt. Dazu zählen Hitzewellen mit zehntausenden Todesopfern, Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen, wie sie in den letzten Tagen in Spanien, Portugal und Frankreich zu beobachten waren. „Diese zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels verdeutlichen, dass die Stärkung der Klimaanpassung keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist, um Menschenleben, Existenzgrundlagen und Europas wirtschaftliche Grundlagen zu schützen“, so Ottmar Edenhofer, der Vorsitzende des Beirats. Die EU müsse verbindliche und harmonisierte Klimarisikobewertungen einführen sowie konkrete Pläne zur Anpassung an die Klimakrise ausarbeiten. Bei der Ausarbeitung von Maßnahmen sei darauf zu achten, dass diese gerecht und fair gestaltet werden. Hohe Investitionen seien nötig, um künftig noch größere Kosten der Klimafolgen zu vermeiden. Der Beirat betont jedoch auch, dass der Klimaschutz nicht ins Hintertreffen geraten dürfe. Jeder weitere Anstieg der globalen Temperaturen verstärke die katastrophalen Folgen. „Tiefgreifende und nachhaltige Emissionsreduktionen bei gleichzeitiger Ausweitung der CO2-Entnahmen“ seien daher unerlässlich.
WHO erinnert an Notlage im Sudan
In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

