
(©woxx)
Istos (ΙΣΤΟΣ) ist griechisch und steht für Geflecht, Netzwerk oder Verbindung. In der gleichnamigen Ausstellung verweben Künstler*innen die textuelle, visuelle und auditive Ebene, um die vielschichtige Beziehung zwischen Kunstschaffenden und (Kunst)buch zum Ausdruck zu bringen. Thematisiert werden in den sehr unterschiedlichen Werken Zensur, Übersetzung und die untrennbare Verbindung zwischen Buch und Kultur. Einige Künstler*innen wie Kuratorin Maria Bourbou gehen über das Materielle hinaus und stellen sich der Frage, wie das Buch seinen Wert angesichts einer heutigen digital diversen und von Algorithmen geprägten Umgebung bewahren kann. Muss das physische Medium gar neu konzipiert und als Schnittstelle zwischen Bild und Text, Materialität und Immaterialität, Archiv und Cloud gedacht werden? Bourbous „Myopia“, ausgestellt als Feed auf einem Laptop, ist mit einer Mischung aus Poesie, Briefwechsel und Fotografie ein kleines Highlight dieser Ausstellung, die insgesamt unbedingt empfehlenswert ist.

