Warnung vor Laufzeitverlängerung von Cattenom

von | 23.10.2026

Die Umweltschutzorganisation „Greenpeace“ warnt erneut vor einer Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks Cattenom nahe der luxemburgisch-französischen Grenze. Eine aktuelle, von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass es quasi unmöglich ist, den Reaktor auf den geforderten Sicherheitsstandard, der sich auf den neusten Reaktortyp „EPR“ bezieht, zu bringen. Der erste Reaktor des Kraftwerks produziert seit 40 Jahren Strom und wird Anfang nächsten Jahres für ein halbes Jahr abgeschaltet, um die turnusmäßige Inspektion durchzuführen Dabei seien bislang noch nicht einmal die Schlussfolgerungen aus den „Stresstests“ im Jahr 2011 umgesetzt worden. Das betrifft unter anderem einen sogenannten „Hardened Safety Core“, eine Vorrichtung, die die Auswirkung einer Kernschmelze mindern soll. Gegen Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Erdbeben sei das Kernkraftwerk ebenso wenig geschützt wie gegen Flugzeugabstürze oder Angriffe mit Drohnen. Das Abklingbecken sei bei derartigen Attacken besonders stark gefährdet, heißt es in der Studie. „Cattenom 1 darf nicht über die ursprünglich geplanten 40 Jahre hinaus betrieben werden, solange grundlegende Sicherheitsdefizite bestehen und notwendige Nachrüstungen nicht abgeschlossen sind“, so Roger Spautz von „Greenpeace Luxembourg“. Die NGO fordert daher von den französischen Behörden und dem Betreiber EDF, auf eine Laufzeitverlängerung zu verzichten und den Reaktor fristgemäß abzuschalten.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

EU-Return-hubs: Erste Ausfahrt Ruanda

Nun also doch Ruanda: Mehrere EU-Mitgliedstaaten verhandeln mit der dortigen Regierung, um in dem Land ein erstes „Rückkehrzentrum“ für abgewiesene Asylsuchende (return hub) einzurichten. Bereits Mitte November könnte ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet werden.

NEWS

Santé ! Mais à quel prix ?

Près de 190 millions d’euros de déficit attendus en 2027. Pour redresser les comptes de l’assurance maladie-maternité, le gouvernement mise sur une hausse des cotisations et un objectif de 95 millions d’euros d’économies structurelles.

KULTURTIPPLITERATUR

Roman : Léa ou la théorie des systèmes complexes

La forme du texte – des colonnes de phrases courtes, mais denses en informations – peut d’abord dérouter. C’est pourtant à ce rythme saccadé que Ian De Toffoli nous entraîne dans deux histoires qui s’entrecroisent : celle de Léa, jeune femme née à Luxembourg qui, prenant soudainement conscience de l’urgence écologique, en vient à se radicaliser contre Koch Industries, et celle de l’entreprise, dont la naissance et l’expansion nous sont contées en parallèle.