Die Umweltschutzorganisation „Greenpeace“ warnt erneut vor einer Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks Cattenom nahe der luxemburgisch-französischen Grenze. Eine aktuelle, von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass es quasi unmöglich ist, den Reaktor auf den geforderten Sicherheitsstandard, der sich auf den neusten Reaktortyp „EPR“ bezieht, zu bringen. Der erste Reaktor des Kraftwerks produziert seit 40 Jahren Strom und wird Anfang nächsten Jahres für ein halbes Jahr abgeschaltet, um die turnusmäßige Inspektion durchzuführen Dabei seien bislang noch nicht einmal die Schlussfolgerungen aus den „Stresstests“ im Jahr 2011 umgesetzt worden. Das betrifft unter anderem einen sogenannten „Hardened Safety Core“, eine Vorrichtung, die die Auswirkung einer Kernschmelze mindern soll. Gegen Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Erdbeben sei das Kernkraftwerk ebenso wenig geschützt wie gegen Flugzeugabstürze oder Angriffe mit Drohnen. Das Abklingbecken sei bei derartigen Attacken besonders stark gefährdet, heißt es in der Studie. „Cattenom 1 darf nicht über die ursprünglich geplanten 40 Jahre hinaus betrieben werden, solange grundlegende Sicherheitsdefizite bestehen und notwendige Nachrüstungen nicht abgeschlossen sind“, so Roger Spautz von „Greenpeace Luxembourg“. Die NGO fordert daher von den französischen Behörden und dem Betreiber EDF, auf eine Laufzeitverlängerung zu verzichten und den Reaktor fristgemäß abzuschalten.
Wahlrecht ab 16: Nicht so zaghaft
Eine neue Diskussion um das Wahlrecht für 16- und 17-Jährige ist entfacht. Die Idee ist unterstützenswert, aber die Debatte sollte viel breiter geführt werden.

