Mehr Rassismus in Luxemburg?

von | 03.09.2010

Eine CEPS-Umfrage im Rahmen der European Values-Studien sorgte in Luxemburg unlängst für Schlagzeilen. 1.610 Luxemburger waren darin nach ihren Präferenzen und Abneigungen gegenüber ihrer Nachbarschaft befragt worden. Das Ergebnis: Rund jeder 5. Luxemburger möchte nur ungern Tür an Tür mit Homosexuellen, Menschen mit HI-Virus, Migranten, Juden oder Muslimen leben. Angehörige der Sinti und Roma lehnen sogar 27 Prozent der Luxemburger ab. Kann man deshalb pauschal von einem Anwachsen des Rassismus und Antisemitismus in Luxemburg sprechen? „Fremdenhass auf dem Vormarsch“ heißt es jedenfalls in einer Presseerklärung der jonk gréng, die angibt, absolut schockiert angesichts der Ergebnisse der Studie zu sein. Ein Artikel in „Le Quotidien“ warnt hingegen vor einer zu raschen Verallgemeinerung und zieht die Legitimität solcher Studien in Zweifel. In Zeiten anwachsender nationaler Reflexe und rassistischer Äußerungen à la Sarkozy, Hortefeux oder Sarrazin passe eine solche Studie zu gut ins Bild derer, die Rassismus gesamt-europäisch wieder am Aufkeimen sehen und den Teufel an die Wand malen wollten. Glaubt man den Verfassern der Studie, so hatten diese vor allem ein Feststellen der nachbarschaftlichen Solidarität im Sinn. Doch sind Rassismus und Solidarität überhaupt messbar?

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Harcèlement moral : plus de moyens pour l’ITM

En avril 2023, la Chambre adoptait une loi pour lutter contre le harcèlement moral au travail, en confiant à l’Inspection du travail et des mines (ITM) la charge de traiter les plaintes et de mener d’éventuelles enquêtes. Où en est-on trois ans après ? Répondant à une question parlementaire du député pirate Sven Clement, le ministre du...

NEWS

Greenpeace klagt gegen JBS in den Niederlanden

„Greenpeace“ klagt in den Niederlanden gegen den weltweit größten Fleischkonzern JBS. Nach einem ersten Schreiben fordert die Umwelt-NGO nun, dass die Firma Informationen zu ihren Expansionsplänen offenlegt (woxx 1889; „Environnement : Un bout de papier contre un géant de la viande“). Grundlage der Klage ist ein neues niederländisches Gesetz,...

NEWS

Fin de la complicité de la CSSF avec l’État d’Israël

La Commission de surveillance du secteur financier (CSSF) ne prolongera pas les emprunts de l’État israélien au-delà du 31 août, date d’échéance pour les « Israel bonds ». Selon les propos du directeur de la CSSF, Claude Marx, sur « RTL », la décision de l’autorité de régulation financière découle de raisons « réglementaires », aucune sanction...