Greenpeace klagt gegen JBS in den Niederlanden

von | 24.07.2026

„Greenpeace“ klagt in den Niederlanden gegen den weltweit größten Fleischkonzern JBS. Nach einem ersten Schreiben fordert die Umwelt-NGO nun, dass die Firma Informationen zu ihren Expansionsplänen offenlegt (woxx 1889; „Environnement : Un bout de papier contre un géant de la viande“). Grundlage der Klage ist ein neues niederländisches Gesetz, das Organisationen und Personen mit einem berechtigten Interesse das Recht auf Zugang zu Unternehmensdaten einräumt. Dies ist dann gültig, wenn es darum geht, ein Gerichtsverfahren vorzubereiten. Greenpeace will gegen JBS klagen, da das Unternehmen seine Sorgfaltspflicht gegenüber Menschenrechten nicht wahrnehme. Insgesamt will der Konzern in den nächsten Jahren sechs Milliarden Dollar investieren, davon 2,5 in die industrielle Tierhaltung in Nigeria. Dies ist Greenpeace ein Dorn im Auge, denn die Umwelt-NGO befürchtet, dass JBS in dem afrikanischen Land ähnliche Umweltschäden verursachen könnte wie im südamerikanischen Amazonasgebiet („Fleischhandel: Auf Kosten indigener Völker“, woxx 1855). Dort kam es zu Entwaldung und Menschenrechtsverletzungen, außerdem hat der Konzern hohe Treibhausgasemissionen. Obwohl der Hauptsitz von JBS jetzt in den Niederlanden liegt, stützt sich der Konzern auf ein Netzwerk von Holdinggesellschaften, die in Luxemburg angesiedelt sind. Im Großherzogtum sind nur sehr wenige Menschen von JBS beschäftigt, doch laut der niederländischen NGO „Centre for Research on Multinational Corporations“ hat der Konzern durch die hiesigen Gesellschaften zwischen 221 und 442 Millionen US-Dollar an Steuern vermieden. Vor zwei Wochen verkündete der Konzern, sein Ziel der Klimaneutralität bis 2040 aufgegeben zu haben.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

La CCDH est dans son rôle quand elle critique un parti

La présidente de la Commission consultative des droits de l’homme (CCDH), Noémie Sadler, était parfaitement dans son rôle lorsqu’elle a déclaré qu’il faut « maintenir le pare-feu contre la droite », après le vote du Parlement européen en faveur du nouveau règlement sur les retours des migrant·es et réfugié·es, le 17 juin dernier. Telle est la...

NEWS

HIV-Medikament: Profitstreben tötet

Zwischen dem 26. und 31. Juli fand im brasilianischen Rio de Janeiro die 26. internationale Aidskonferenz statt. Zu diesem Anlass kritisierte die Gesundheits-NGO „Ärzte ohne Grenzen“ (Médecins sans frontieres, MSF) den Pharmahersteller „Gilead“, weil dieser sein HIV-Medikament Lenacapavir nicht als Generika für Länder mit geringem und...

NEWS

Aktion am Flughafen zum Erdüberlastungstag

Der Erdüberlastungstag („Earth Overshoot Day“) fiel dieses Jahr auf den 30. Juli. Dies ist acht Tage später als noch 2025 – was dennoch kein Grund zur Entwarnung ist. Das spätere Datum ergibt sich nämlich aus genaueren Daten, etwa zur CO2-Aufnahmefähigkeit der Ozeane, nicht aus einer nachhaltigeren Lebensweise. Der Luxemburger Overshoot Day...