„Greenpeace“ klagt in den Niederlanden gegen den weltweit größten Fleischkonzern JBS. Nach einem ersten Schreiben fordert die Umwelt-NGO nun, dass die Firma Informationen zu ihren Expansionsplänen offenlegt (woxx 1889; „Environnement : Un bout de papier contre un géant de la viande“). Grundlage der Klage ist ein neues niederländisches Gesetz, das Organisationen und Personen mit einem berechtigten Interesse das Recht auf Zugang zu Unternehmensdaten einräumt. Dies ist dann gültig, wenn es darum geht, ein Gerichtsverfahren vorzubereiten. Greenpeace will gegen JBS klagen, da das Unternehmen seine Sorgfaltspflicht gegenüber Menschenrechten nicht wahrnehme. Insgesamt will der Konzern in den nächsten Jahren sechs Milliarden Dollar investieren, davon 2,5 in die industrielle Tierhaltung in Nigeria. Dies ist Greenpeace ein Dorn im Auge, denn die Umwelt-NGO befürchtet, dass JBS in dem afrikanischen Land ähnliche Umweltschäden verursachen könnte wie im südamerikanischen Amazonasgebiet („Fleischhandel: Auf Kosten indigener Völker“, woxx 1855). Dort kam es zu Entwaldung und Menschenrechtsverletzungen, außerdem hat der Konzern hohe Treibhausgasemissionen. Obwohl der Hauptsitz von JBS jetzt in den Niederlanden liegt, stützt sich der Konzern auf ein Netzwerk von Holdinggesellschaften, die in Luxemburg angesiedelt sind. Im Großherzogtum sind nur sehr wenige Menschen von JBS beschäftigt, doch laut der niederländischen NGO „Centre for Research on Multinational Corporations“ hat der Konzern durch die hiesigen Gesellschaften zwischen 221 und 442 Millionen US-Dollar an Steuern vermieden. Vor zwei Wochen verkündete der Konzern, sein Ziel der Klimaneutralität bis 2040 aufgegeben zu haben.
Manifestation de réfugié·es syrien·nes : « No delays any more ! »
Une centaine de réfugié·es syrien·nes ont manifesté leur mécontentement ce mercredi devant la Direction de l’immigration. Iels dénoncent les retards pris lors du traitement de leurs demandes d’asile et l’incertitude prolongée qui en résulte.

