Dem Anfang April zusammentretenden neuen Presserat sollen nur mehr 15 VerlegerInnen und eine ebenso große Zahl an JournalistInnen angehören. Darauf hat sich das Büro des Presserates festgelegt, nachdem das Gremium zuletzt 40 Mitglieder umfasst hatte. Vorausgegangen war eine mehr als zwei Jahre währende Diskussion über die Aufnahme von Radio Ara und des Verlagshauses „Maison Moderne“ (u.a. Herausgeber des paperjam). Luxemburgs mittlerweile 510 anerkannte JournalistInnen arbeiten für insgesamt 39 verschiedene Verlagshäuser bzw. HerausgeberInnen. Um ein Organ von nahezu 80 Mitgliedern zu vermeiden, wurden erstmals Auswahlkriterien angesetzt. Vertreten sind nur noch Zeitungen die mindestens wöchentlich erscheinen bzw. Sender die täglich durchgehend 24 Stunden senden und über fünf anerkannte JournalistInnen verfügen. Ausgeschlossen sind zudem die Gratis-Blätter. Damit wird der Presserat zwar überschaubarer, er lässt aber auch wichtige – unliebsame? – Akteure des Luxemburger Pressewesens außen vor. Dass Verschlankung nicht zu einer Verjüngung beiträgt, macht die Besetzung des Präsidentenpostens deutlich: Er steht turnusmäßig den VerlegerInnen zu und soll für zwei Jahre vom kurz vor dem Ruhestand stehenden Direktor des nationalen Kulturradios eingenommen werden.
Arbeiten in Luxemburg
Anlässlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der Statec am Dienstag einige aktualisierte Kernzahlen zu Arbeit und Arbeitnehmenden in Luxemburg veröffentlicht. So waren Ende 2025 von den 494.000 beschäftigten Arbeitnehmer*innen knapp die Hälfte (47 Prozent) aus dem Grenzgebiet. Auch zeigte sich, dass das „klassische“ Arbeitsmodell, ein...

