Sicherheitspolitik wird in Luxemburg vor allem im Rahmen eines zwielichtigen und unnützen Militärbündnisses betrieben. Beim Gipfel Anfang der Woche verpflichtete Armeeminister Jean-Marie Halsdorf sich trotz knapper Kassen dazu, kräftig für mehrere Nato-Koopera-tionsprojekte mitzubezahlen. Auch was Afghanistan angeht, gab er den Musterschüler: Während sich dieses Jahr die belgischen Truppen zur Hälfte und die französischen ganz vom Hindukusch zurückziehen, soll das großherzogliche Kontingent bis zum bitteren Ende bleiben. Laut seinem Ministerkameraden Jean Asselborn steht jetzt nämlich an, in Afghanistan staatliche Strukturen aufzubauen, und dafür ist „leider“ noch eine militärische Präsenz erforderlich. Doch halt mal. Ist die internationale Gemeinschaft nicht schon seit 2002 damit beschäftigt, solche Strukturen aufzubauen, Frauen zu befreien, Kinder einzuschulen und für Recht und Ordnung zu sorgen? Gemessen an den Erfolgsmeldungen der vergangenen zehn Jahre müsste Afghanistan längst zum Paradies auf Erden geworden sein … Wie seinerzeit Algerien oder Vietnam, wo die Besatzer jahrelang versicherten, es sei unmoralisch, das Land „aufzugeben“. Am Ende zogen sie dann doch ab, hinterließen ein politisches und soziales Trümmerfeld und versicherten bis zuletzt, das alles habe einen Sinn gehabt.
Solidarität mit der LGBTIQA-Bewegung in der Türkei
Die Organisation „Rosa Lëtzebuerg“ hat Solidarität mit der LGBTIQA-Bewegung in der Türkei ausgedrückt. Am vergangenen Dienstag tat die Luxemburger NGO, die sich für die Belange queerer Menschen einsetzt, dies per Pressemitteilung kund. Am 12. und 13. September ging die Regierung der Türkei koordiniert gegen verschiedene zivilgesellschaftliche...

