Cargolux: Wer zahlt, darf mitfliegen

von | 19.12.2013

(lm) – Der Deal von Cargolux mit HNCA, der Fluggesellschaft der chinesischen Provinz Henan, wurde am Mittwoch im Regierungsrat gutgeheißen. Es handelt sich um einen erneuten Versuch, nach dem katarischen Abenteuer, den staatlichen Aktionär durch einen „strategischen Partner“ zu ersetzen. In den vergangenen Monaten wurde viel darüber gestritten, ob dies die richtige Wahl sei. Das Abkommen zwischen beiden Gesellschaften ist juristisch wohl nicht ganz wasserdicht, und die HNCA ist keine große private Fluggesellschaft wie Qatar Airways, sondern ein öffentliches Unternehmen, das die Entwicklung des neuen Flughafens in der Provinzhauptstadt Zhengzhou forcieren soll. Als Verkehhrsknotenpunkt und Hauptstadt einer jener inneren Provinzen, deren Entwicklung Peking als prioritär ansieht, fehlt es der Stadt am Gelben Fluss nicht an wirtschaftlichem Potenzial. Andererseits kann, wie immer bei Geschäften in China, sehr viel schiefgehen. Im Lëtzebuerger Land von vergangener Woche bestätigte der HNCA-Berater Richard Song gegenüber Michèle Sinner die unsicheren Zukunftsaussichten, erklärte aber, warum das Risiko für Cargolux in allen Fällen gering sei. Das mag stimmen, lässt den HNCA-Deal aber nicht als wirklich gute Lösung erscheinen. War es die fehlende Aussicht auf einen besseren Partner, oder eher die Verlockung der über 100 Millionen Dollar, die mit einem Händedruck im Staathaushalt landen, die die Regierung überzeugte? Die Gewerkschaften stehen HNCA weiterhin kritisch gegenüber, und der OGBL will juristisch dagegen vorgehen, dass die Personalvertreter nicht korrekt in die Entscheidung einbezogen wurden. Eigentlich befürwortete die Gewerkschaft ja einen Verbleib in öffentlicher Hand – da mutet es leicht absurd an, dass sie sich so heftig gegen die öffentliche Hand aus Henan wehrt. Die Position der Regierung, die immer mit der Notwendigkeit argumentierte, das Image der Gesellschaft brauche einen privatwirtschaftlichen Miteigentümer, ist natürlich noch absurder. Außerdem vernachlässigen beide Seiten, welche ökologischen Auswirkungen die strategische Neuorientierung von Cargolux hat. Gerade die sonst so wirtschaftsfreundlichen Piraten erinnern in einem offenen Brief den Infrastrukturminister François Bausch an Aspekte wie nächtliche Lärmbelastung und CO2-Ausstoß. Schlimmstenfalls könnten in der Tat ein paar Jahre lang halb leere Frachtjets allnächtlich in Richtung Zhengzhou abfliegen, und danach – weil die chinesische Regierung andere Projekte pusht, HNCA – wie zuvor Qatar Airlines – ihr Aktienpaket wieder an den luxemburgischen Staat verkaufen. Zurück auf Los.

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