Sie hatte sich ja schon eine ganze Zeit lang rar gemacht: Erst im vergangenen Spätsommer war Tessie Jakobs aus dem Elternurlaub in die Redaktion zurückgekehrt. Nun hat sie endgültig ihre Sachen gepackt und widmet sich neuen beruflichen Herausforderungen. Während wir es schade finden, künftig auf ihre Mitarbeit verzichten zu müssen, atmet Luxemburgs anti-woke Querfront bei dieser Nachricht erleichtert auf: Immer wieder aufs Neue haben Tessies pointierte Kommentare bei so manchen Vertretern (und hier ist nun tatsächlich kein Gendersternchen angebracht) des hiesigen Antifeminismus erst für Schnappatmung gesorgt und dann zum wütenden Griff in die Tastatur geführt. Man(n) sah durch sie gar das Luxemburger Kulturerbe in Gefahr gebracht. Die Reaktionen, die Tessie mit ihren Interventionen provozierte, machten vor allem eines deutlich: Ein Lippenbekenntnis zu Gleichberechtigung und Feminismus mag hierzulande vergleichsweise billig zu haben sein; aber wehe, wenn all das kompromisslos und mit zu Recht fehlender Demut vorgetragen wird! Und während ihre Filmkritiken von vielen geschätzt wurden, sahen andere durch die sezierenden Analysen ihren gemütlichen Popkornkinoabend vermiest. Wir werden Tessie als streitbare Redaktionskollegin vermissen und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute!
Rechenzentrum in Bissen: Genossenschaft statt Google
Das geplante „Data Center“ in Bissen sorgt erneut für Diskussionen. Höchste Zeit, das Projekt abzublasen und an Alternativen zu denken.

