Corona-Pandemie in Portugal: Die Angst vor der Armut

Portugal ist schwer von der aggressiven britischen Coronavirus-Variante betroffen. Ausgezehrt durch Jahre der Austeritätspolitik, droht das Gesundheitssystem zu kollabieren. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie treiben zahllose Menschen in Armut und Existenznöte. Eine Reportage aus Lissabon.

Leergefegt: Lissabon im Lockdown. (Foto: Ralf Streck)

Die Stimmung in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist noch schlechter als vor den Präsidentschaftswahlen am 24. Januar. Die Lage ist noch trauriger als das Wetter. Der Wind schiebt schwarze Wolken vom Atlantik über eine Stadt, die sich fest in der Hand der aggressiveren britischen Coronavirus-Variante befindet. Es scheint, als läge ein Angstschleier über der Stadt. Im gespenstisch wirkenden Zentrum vertreiben Regenschauer die wenigen Menschen, die sich hier aufhalten. mehr lesen / lire plus

Spanien in der Pandemie: „Hungerschlangen vermeiden“

Wie in ganz Spanien explodieren auch in Barcelona Armut und Obdachlosigkeit, denn seit Beginn der Coronakrise ist die Wirtschaft des Landes mehr als jede andere in Europa abgestürzt. Zahlreiche Basisinitiativen kämpfen nun gegen die Folgen an.

Protest gegen Wohnungsräumungen in einem LGBTIQUA-Zentrum in Barcelona: Die von einer Zwangsräumung bedrohte Juanita (am Tisch rechts) ist aus Marokko geflüchtet, wo sie wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt wurde. Auf der Suche nach einer neuen Bleibe ist sie auch in Spanien mit Homophobie und Rassismus konfrontiert. (Fotos: Ralf Streck)

„So eine Schweinerei”, ruft der obdachlose Mann. Er wühlt in Kartons, die sein Zuhause an der hinteren Seite der Kirche Santa Maria del Pi bilden. mehr lesen / lire plus