Was genau ist unter politischer Bildung zu verstehen? Wer soll sie wo und wie durchführen? Was sind ihre Möglichkeiten, wo liegen ihre Grenzen? Das sind Fragen, die am alljährlichen Tag der politischen Bildung im Fokus stehen.
Zu diesem Anlass wartet das Zentrum fir politesch Bildung diese Woche in Walferdingen mit einem anregenden Programm auf. Den Startschuss bildet am Mittwoch Abend ein von 100komma7-Journalistin Mick Entringer moderiertes Rundtischgespräch. Die geladenen Gäste Nora Back, Paulina Dabrowska, Marc Schoentgen, Jean-Lou Siweck und Renée Wagener diskutieren hier über die Herausforderungen politischer Bildung.
Am Donnerstag wird dann der eigentliche Aktionstag mit Informationsständen und Vorträgen begangen. mehr lesen / lire plus

Im Jahr 2017 haben in Luxemburg 784 Personen auf die Dienste der NGO Médecins du Monde zurückgegriffen. Davon abgesehen, dass 89 Prozent dieser Menschen über keine Krankenversicherung verfügen, befinden sie sich aus zahlreichen weiteren Gründen in einer verletzlichen Lage: 97 Prozent leben unter der Armutsgrenze, nur 13 Prozent haben eine eigene Wohnung.



Die Studierendenvereinigung Unel befürchtet eine verstärkte Prekarisierung von Jugendlichen. Das geht aus ihrem Gutachten zum Stages-Gesetz hervor. Grundsätzlich sei es ein wichtiger Schritt, einen gesetzlichen Rahmen für Praktika zu schaffen. Der vorliegende Gesetzesentwurf, der von Arbeitsministerium und Acel ausgearbeitet wurde, verpasse jedoch die Chance, der Diskriminierung von Praktikant*innen entgegenzuwirken. Die Vereinigung kritisiert vor allem, dass obligatorische Praktika, also solche, die im Rahmen einer schulischen Ausbildung absolviert werden, nicht entlohnt werden müssen. Dies schaffe einen ungleichen Zugang zum Studium, hängt die Möglichkeit, ein unbezahltes Praktikum zu absolvieren, doch von den finanziellen Mitteln der Betroffenen beziehungsweise ihrer Familie ab. Ein Gesetz, das Arbeitgeber*innen auf Kosten junger Bürger*innen aus der Verantwortung ziehe, trage nicht zu einer gerechteren Gesellschaft bei. 







Verhaltensauffälligen Schüler*innen sollen künftig mehr Hilfsstrukturen zur Verfügung stehen. „Manche Schüler tun der Schule nicht gut, und diese wiederum den Schülern nicht“, so Bildungsminister Claude Meisch am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Gemeint sind damit Schüler*innen, die aufgrund schwierigen Verhaltens den regulären Unterricht systematisch stören und denen mit üblichen Maßnahmen nicht geholfen werden kann. Zum Schulanfang 2018 sollen deshalb in sogenannten Centres de prise en charge socio-éducative intense 40 bis 50 zusätzliche Therapieplätze geschaffen werden. Hier sollen betroffene Schüler*innen je nach Bedarf ambulatorische oder ganztägige Hilfe durch spezialisiertes Personal erhalten. Ziel ist in jedem Fall, das Kind nach einer Stabilisierung wieder so schnell wie möglich in die Regelschule zu integrieren. 
Seit über einem Jahrzehnt schon strebt die Europäische Union die spezifische Ermittlung der Lebensqualität von Kindern an. Nun wurde vom Forschungsinstitut Liser (Luxembourg Institute of Socio-Economic Research) gemeinsam mit dem Townsend Centre for International Poverty Research der Universität Bristol dafür ein Indikatorenindex ausgearbeitet. Die Rahmenbedingungen, über welche ein Kind laut Forschungsteam verfügen muss, um sich uneingeschränkt entwickeln zu können, umfassen vielfältige Bereiche: Verfügt das Kind über ein geheiztes Zuhause? Über altersgerechte Bücher und Kleider? Isst es mindestens einmal am Tag Obst oder Gemüse? 

