Berichterstattung über trans Personen: Say my name

Transfeindlicher Sprachgebrauch kann in vielen Kontexten auftreten. So etwa, wenn Medien über Coming outs berichten, indem sie falsche Namen und Pronomen benutzen.

Elliot Page Foto: Tony Shek / wikimedia commons

Von der New York Times über die Faz bis hin zum Essentiel – sämtliche Presseorgane berichteten in den vergangenen Tagen darüber: „Juno“-Darsteller Elliot Page hat sich als trans geoutet. Im Statement des Schauspielers, das unter anderem auf Twitter nachgelesen werden kann, präzisiert er nicht nur, wie er ab sofort genannt werden will, sondern auch, dass er die Pronomen „he“ und „they“ verwendet.

Trotz dieser eindeutigen Angaben tun sich einige Medien – auch luxemburgische – schwer damit, sie zu respektieren. Nicht nur, dass manche Medien den Deadname, also den abgelegten Namen des Schauspielers weiterhin benutzen, sie beziehen sich auf Page mit dem Pronomen „sie“.

Eine Person mit falschem Namen oder Pronomen zu benennen ist nicht nur schlechter Journalismus, sondern in diesem Fall ebenfalls transfeindlich. In den sozialen Netzwerken klagten einige Journalist*innen, nicht zu wissen, wie sie über das Coming-out berichten sollten, ohne den Name, unter welchem Page bisher bekannt war, zu benutzen. Dabei sollte die Information, dass er 2008 für seine Hauptrolle in „Juno“ für einen Oscar nominiert war, zurzeit in der Netflix-Serie „The Umbrella Academy“ zu sehen ist, sowie ein Foto von Page ausreichen, damit Leser*innen verstehen können, um wen es sich handelt.

In deutschen Medien kann die falsche Terminologie neben mangelnder Sensibilisierung auf die ursprüngliche Nachricht der dpa zurückgeführt werden, die von vielen unverändert übernommen wurde. Es fällt auf, dass in englischsprachigen Medien mehrheitlich keine transfeindliche Sprache verwendet wurde. In Luxemburg wurde sich wohl mehrheitlich an deutschen Zeitungen orientiert.


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