Familienglück für alle – und das überall

Am Dienstag hat das Europaparlament einen Entschluss verabschiedet, nach dem die eingetragene Partner- und Elternschaft sowie die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare europaweit anerkannt werden sollen. Zurzeit kann ein EU-Mitgliedstaat dies verweigern. Das erschwert unter anderem die Familienzusammenführung bei einem Umzug in einen anderen EU-Staat. Dieses Problem stellt sich heterosexuellen Paaren nicht. Die EU-Abgeordneten fordern die Mitgliedsstaaten außerdem auf, die in der Geburtsurkunde eines Kindes genannten Eltern als rechtmäßige Erziehungspersonen anzuerkennen. „Es soll sichergestellt werden, dass Kinder nicht staatenlos werden, wenn ihre Familien zwischen den Mitgliedsstaaten umziehen“, heißt es dazu in der Pressemitteilung zum Beschluss des EU-Parlaments. Die Entscheidung der Abgeordneten ist eine weitere symbolische Geste für die Rechte von LGBTIQ+ Menschen in Europa: Seit die institutionelle Diskriminierung gegen sie in den letzten Monaten besonders in Polen und Ungarn zugenommen hat, bekennt sich die Mehrheit des EU-Parlaments regelmäßig zu den Rechten von LGBTIQ+ Menschen. mehr lesen / lire plus

Im Stream: Q-Force

Die neue Netflix-Animationsserie um ein Team aus queeren Agent*innen bietet zwar kurzweilige Unterhaltung, enttäuscht jedoch in vielen Bereichen.

Steve Maryweather (links) und sein queeres Agent*innenteam Q-Force bieten zwar einige Lacher, jedoch wenig Tiefgang. (Bild: Netflix)

Steve Maryweather (Sean Hayes) ist der beste Rekrut seines Jahrgangs in der Akademie der (fiktiven) American Intelligence Agency (AIA). Als er bei der Diplomüberreichungsfeier eine Rede halten darf, outet er sich als schwul. Prompt wird ein anderer Agent zum Jahrgangsbesten ernannt. Maryweather, nun als „Agent Mary“ verspottet, bekommt einen Posten in West Hollywood. Der Stadtteil von Los Angeles ist zwar außerordentlich queer-freundlich, bietet aber wenig Einsatzmöglichkeiten für Geheimagent*innen. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #158 – Diversitéit a Rollespiller

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Muskuléis Helden, weis Magier a charmant Barde – esou stellt een sech eng Rollespill-Ronn dacks vir. Mä wou bléiwen do Fraen, queer an aner marginaliséiert Mënschen? Am Podcast schwätzt d’Tessie Jakobs mam Joël Adami doriwwer, wat Rollespiller sinn, wisou hien doriwwer geschriwwen hunn a wéi d’Zeen lues a lues méi divers gëtt.

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Serie: Rollenspiele (2/3): Per Rollstuhl ins Dungeon

Muskelbepackte Helden, weise Magier, krächzende Barden – wo bleiben in Rollenspielen Frauen, Queers und andere marginalisierte Menschen? Im zweiten Teil unserer Serie geht es darum, wie Rollenspiele diverser werden.

Am Spieltisch sollen alle willkommen sein und sich wohlfühlen – doch wie divers sind die Rollenspielszene und ihre Inhalte? (Foto: CC-BY-SA Wikimedia / Diacritica)

Lange Zeit war es so, dass in vielen Rollenspiel-Abenteuern Frauen oder nicht-weiße Menschen kaum vorkamen. Das lag einerseits an der Hauptzielgruppe – junge, weiße hetero Männer – und andererseits daran, dass die Repräsentation marginalisierter Menschen entweder sehr stereotyp und oft negativ oder überhaupt nicht vorhanden war. Die Identifikationsangebote orientierten sich strikt an der Norm. mehr lesen / lire plus

Queer-feministische Rentrée

Was hat Technik mit Geschlecht zu tun? Oder Wissenschaft mit Geschlechternormen und Geschlechtsidentität? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es bei der ersten Konferenz des Laboratoire d’Études Queer, sur le Genre et les Féminismes.

Bei der Konferenz „Gender Studies, Trans & Queer Studies – feministische Wissenschaft, Politik und Praxis” des LEQGF kommen Expert*innen der Gender, Trans und Queer Studies zu Wort, die weit mehr als nur einen Kurs in den Studienfächern besucht haben.  CC BY Newtown grafitti 2.0

Wer in Luxemburg Rentrée sagt, meint Schulanfang, Ende der Sommerferien oder Rückkehr zum Alltagstrott. Nicht aber das Laboratoire d’Études Queer, sur le Genre et les Féminismes (LEQGF): Die Organisation, die im August 2020 gegründet wurde, lädt am 3. mehr lesen / lire plus

Rechte von nicht-binären und intersex Menschen nicht prioritär

Nicht-binäre und intergeschlechtliche Menschen werden in Luxemburg nach wie vor benachteiligt. Wann treten die im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen in Kraft?

Die Intersex-Flagge wurde von der „Organisation Intersex International Australia“ entworfen. Die Farben Gelb und Lila wurden gewählt, um die „gegenderten“ Farben rosa und blau zu vermeiden. Der Kreis symbolisiert Ganzheit.

Laut Koalitionsvertrag sollen nicht-lebensnotwendige Genitaloperationen an intergeschlechtlichen Minderjährigen per Gesetz verboten werden. Auch über die Einführung eines dritten Geschlechtseintrages im Personenregister solle nachgedacht werden, heißt es.

Weder das Verbot noch der dritte Geschlechtseintrag sind bisher Realität geworden, was Nathalie Oberweis von déi Lénk zu einer entsprechenden Nachfrage veranlasste. In einer gemeinsamen Antwort verweisen Justizministerin Sam Tanson (déi Gréng), Familienministerin Corinne Cahen (DP) und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) auf ein Avant-Projet de loi hin, der besagte Operationen verbieten und noch in diesem Jahr vorliegen soll. mehr lesen / lire plus

Wie viele Menschen nutzen das Gesetz zur Personenstandänderung?

2018 wurde das Gesetz zur Personenstandänderung in Luxemburg reformiert. Wie viele Menschen haben seitdem ihren Geschlechtseintrag angepasst? Das Justizministerium gibt Antworten auf Fragen der ADR.

Das Justizministerium legt auf Nachfrage der ADR-Politiker Roy Reding und Jeff Engelen Zahlen zu Personenstandänderungen in Luxemburg seit 2018 vor. Damals trat ein Gesetz in Kraft, das es Menschen ermöglicht ihre Geschlechtsangabe ohne medizinisches oder psychologisches Gutachten im Zivilrecht anzupassen. Minderjährige benötigen das Einverständnis ihrer Erziehungsberechtigten. Die woxx berichtete.

Seit Inkrafttreten des Gesetztes wurden ingesamt 22 Anträge zur Personenstandänderung von Minderjährigen (5-18 Jahre) beim Justizministerium gestellt. Bei Volljährigen sind es 83. 2019 wurden in beiden Alterskateogiren die meisten Anträge eingereicht: Zusammengenommen waren es 43, wohingegen 2021 bisher nur 21 Dossiers eröffnet wurden. mehr lesen / lire plus

Stonewall-Ikone zu Besuch im Cigale

Er war bei den Stonewall Riots dabei, ist mitverantwortlich für die erste Pride der USA und queeren Journalismus: Mark Segal ist am kommenden Donnerstag im Cigale und teilt seine Erfahrungen mit dem Publikum.

CC BY Travis Wise 2.0

Das Centre LGBTIQ+ Cigale bekommt am 29. Juli hohen Besuch: Der amerikanische Journalist und schwule Aktivist Mark Segal teilt seine Erinnerungen an die Anfänge des LGBT-Aktivismus in den USA. Segal ist eine wichtige Figur im Kampf um die Rechte von LGBTIQA+ Menschen.

Er nahm 1969 an den Stonwall Riots teil, bei denen sich homo- und bisexuelle sowie trans Menschen gegen Polizeikontrollen und Gewalt wehrten. mehr lesen / lire plus

Ocean Vuong: Wie schön ist Amerika?

Ocean Vuong wurde in Fachkreisen für seinen Debütroman „On Earth Were Briefly Gorgeous“ gefeiert. Zwischen der gesellschaftlichen sowie politischen Anlayse der USA in den 2000er-Jahren, der Aufarbeitung des Vietnamkriegs und einer schwulen Liebensgeschichte wirkt aber einiges forciert.

Copyright: Penguin Random House

Ocean Vuongs Ich-Erzähler Little Dog schreibt an seine analphabetische Mutter Rose. In einem Brief, der sich stilistisch zwischen Lyrik und Prosa bewegt, erzählt er ihre Familiengeschichte nach: Rose und ihre Mutter Lan sind aus dem Vietnam nach Amerika ausgewandert, traumatisiert vom Vietnamkrieg. Statt einem sorgenfreien Leben, erwarten sie in den USA Rassismus, Armut und die Konfrontation mit ihrer Vergangenheit. mehr lesen / lire plus

Orbán wills wissen: Wie queerfeindlich ist sein Volk?

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán kündigte am Mittwoch auf seiner Facebookseite ein Referendum zu einem queerfeindlichen Gesetz an. Auf eine ehrliche Antwort hat er es nicht abgesehen: Geplant sind Fangfragen und außerdem ist das Gesetz schon in Kraft getreten.

Copyright: CC BY Európa Pont 2.0

Nach Kritik und Protesten aus dem In- und Ausland gab der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán am Mittwoch auf Facebook ein Referendum zu einem LGBTIQ-feindlichen Gesetz bekannt. „Brüssel hat Ungarn wegen des Gesetzes in den vergangenen Wochen klar attackiert“, zitiert ihn das Medienportal Queer.de. „Wenn der Druck auf unser Land so stark ist, kann Ungarn nur durch den gemeinsamen Willen des Volkes geschützt werden.“ mehr lesen / lire plus

Im Kino: Titane

Auch wenn der brutale Horrorstreifen von Julia Ducournau eine allegorische Sinnesebene vermissen lässt, so ist die Originalität von „Titane“ doch beachtlich. Das fand auch die Jury in Cannes, die Ducournau am Wochenende mit der Goldenen Palme auszeichnete.

Seit einem Autounfall hat Alexia eine spezielle Beziehung zu Autos und das nicht nur wenn sie, wie hier, auf diesen tanzt, um männliche Zuschauer zu unterhalten. (© Agora Films )

Nach einem Autounfall wird Alexia als Kind (Adèle Guigue) eine Titanplatte in den Kopf eingesetzt. Neurologische Schäden seien nicht ausgeschlossen, so die Einschätzung des behandelnden Arztes. Er lag wohl nicht falsch: Als Erwachsene ist Alexia (Agathe Rousselle) alles andere als durchschnittlich. mehr lesen / lire plus

EU-Kommission gegen Polens und Ungarns Anti-LGBTQIA+-Politik

Macht die EU jetzt endlich ernst? Die Europäische Kommission leitete heute Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn und Polen wegen deren Anti-LGBTIQA+ Politik ein.

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Die Europäische Kommission will wegen der Anti- LGBTIQA+-Politik Polens und Ungarns Konsequenzen erzwingen. Sie leitete heute ein Verfahren gegen die Länder ein, weil beide mutmaßlich gegen geltende EU-Verträge verstoßen. Ungarn und Polen haben nun zwei Monate Zeit, auf die Schreiben der EU-Kommission zu reagieren. Andernfalls kann das Verfahren vor den Europäischen Gerichtshof gelangen.

In Polen haben sich seit 2019 mehrere Gemeinden und Regionen zu sogenannten LGBT-freien Zonen erklärt. Die EU-Kommission befand, dass die polnischen Behörden unangemessen und unvollständig auf ihre Fragen zur Errichtung solcher Zonen geantwortet haben. mehr lesen / lire plus

Queerfeindlichkeit in Ungarn: Kein „Märchenland für alle“

Sein Kinderbuch wurde wegen queerer Inhalte öffentlich geschreddert und als Gefahr bezeichnet. Jetzt verlässt der schwule Redakteur Boldiszár Nagy nach Drohungen seine Heimat Ungarn. Ein Entschluss, der einmal mehr vor Augen führt, welches Ausmaß staatliche Queerfeindlichkeit hat.

Bild verändert nach CC BY James Seattle 2.0

Ungarn verliert durch die Queerfeindlichkeit der Regierung einen Redakteur, der sich um Diversität bemühte: Boldiszár Nagy gab mehreren Medienberichten zufolge gestern bekannt, dass er zusammen mit seinem Partner das Land aufgrund homofeindlicher Drohungen verlässt.

Nagy geriet durch seine Mitarbeit an dem Buch „Märchenland für alle“ ins Fadenkreuz der konservativen Regierung. In dem Kinderbuch erzählen Autor*innen bekannte Märchen neu: Die Held*innen haben Behinderungen, sind arm, Opfer häuslicher Gewalt, Schwarz, homosexuell, trans oder gehören anderen gesellschaftlichen Randgruppen an. mehr lesen / lire plus

Schwuler Rebell in der Polnischen Volksrepublik

Tomasz Jedrowskis Debütroman „Swimming in the dark“ versetzt die Leser*innen in die Polnische Volksrepublik der 1980er-Jahre. Ein Roman über Politik und Gefühle, der auf die Liebesgeschichte hätte verzichten können.

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„I’m in the corner, watching you kiss her“, singt Callum Scott in seiner Cover-Version von Dancing On my Own. „Im not the guy you are taking home.“ Wer das Lied kennt kommt nicht drum herum es bei der Lektüre von Tomasz Jedrowski’s Debütroman „Swimming in the dark“ vor sich hin zu summen: Es resümiert in etwa die Liebesgeschichte zwischen den Hauptfiguren Ludwik und Janusz.

Der Roman spielt Ende der 1980er-Jahre in Polen. mehr lesen / lire plus

trans Eltern: Kontaktverbot verstößt gegen Menschenrechte

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte setzt erstmals ein Zeichen für die Rechte von trans Menschen in Russland: Am 6. Juli gab er einer Frau Recht, die gegen das Kontaktverbot zu ihren Kindern aufgrund ihrer Transition vorgegangen war.

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Es ist eine Premiere für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR): Am 6. Juli verteidigte er zum ersten Mal die Rechte einer trans Mutter aus Russland, der ein Gericht aufgrund ihrer Transition den Kontakt zu ihren Kindern verboten hatte. Das Urteil verstoße gegen Artikel 8 (Recht auf Privat- und Familienleben) und 14 (Verbot jeglicher Diskriminierung) der europäischen Menschenrechtskonvention. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #150 – Trans an intersex Persounen am Profisport

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

An zwou Wochen trëtt mat der Gewiichtshiewerin Laurel Hubbard fir di éischte Kéier an der Geschicht eng oppe liewend trans Fra bei den Olympesche Spiller un. Déi emstridden Décisioun ass dorop zeréckzeféieren, dass d’Sportlerin während iwwert engem Joer en niddregen Testosteronwäert virweise konnt. Vun der sougenannter Testosteronreegel sinn awer net just trans Persounen betraff: Intergeschlechtlech Fraen mat héigem Testosteronwäert kréien ëmmer erëm ennersot géint Fraen unzetrieden. Dobäi ass d’wëssenschaftlech Basis fir dës Décisioun emstridden. D’Tessie Jakobs huet dës Woch iwwert dat komplext Thema geschriwwen an diskutéiert am Podcast mam Joël Adami iwwer den Impakt vun der Testosteronreegel a firwat se vu Mënscherechler*innen kritiséiert gëtt. mehr lesen / lire plus

Genderbinarität im Sport: Fair für wen?

Bei den diesjährigen Olympischen Spielen wird erstmals eine offen lebende trans Frau antreten. Angesichts der anhaltenden Diskriminierung, die trans und intergeschlechtliche Elitesportler*innen erfahren, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Caster Semenya darf zwar 
noch gegen Frauen antreten, 
aber nicht mehr in 400m-, 
800m-, und 1500m-Rennen – 
ihren Spezialgebieten. (Mara Xingjin/Wikimedia Commons)

Sadie Lipton, eine professionelle Schwimmerin befindet sich vor Gericht. Der Grund: Weil ihr bei der Geburt das männliche Geschlecht zugeordnet wurde, wird ihr abgesprochen, gegen Frauen antreten zu dürfen. Auch wenn ihre Testosteronwerte seit über einem Jahr ausreichend niedrig seien, um gegen Frauen antreten zu dürfen, so das Argument, so habe sie doch die „männliche Pubertät“ durchlaufen. mehr lesen / lire plus

Pride Week in Luxemburg

Spätestens jetzt ist der Moment, die Pride Flaggen zu hissen: Diese Woche ist Pride Week in Luxemburg. Rosa Lëtzebuerg und Partnerorganisationen halten eine Gedenkfeier, Geschichten, Popsternchen und Bingo bereit.

Copyright: Luxembourg Pride

Die Pride Week beginnt mit einer Tradition: Heute Abend, um 19 Uhr, gibt es eine Schweigeminute für Opfer homofeindlicher Gewalt auf der Place de la Résistance in Esch. Die Veranstaltung wird live auf der Facebook-Seite der Luxembourg Pride übertragen.

Ruhe ist auch am 6. Juli, um 19 Uhr, angesagt – zumindest wenn man nicht von anderen Kinobesucher*innen für sein Getuschel mit Popcorn beworfen werden will: Kinepolis Belval lädt zur Queer Movie Night ein und zeigt die Vor-Premiere des Films Supernova“. mehr lesen / lire plus

Im Stream: Princess Charming

„Princess Charming“, die welweit erste lesbische Dating-Show, hält nicht nur an Genderbinarität, sondern auch an einer skurrilen Definition von Monogamie fest. Sehenswert ist sie dennoch.

TVNOW/René Lohse

Mit „Princess Charming“ lief am 25. Mai zum ersten Mal eine Dating-Sendung dieser Art an: Anders als bei Formaten wie „The Bachelor“ buhlen die Kandidatinnen hier nicht um einen Mann, sondern um eine Frau namens Irina. „Prince Charming“, das schwule Pendant dazu, lief bereits 2019.

Das Format bringt nicht nur Sichtbarkeit für lesbische und bisexuelle Personen: Die Kandidat*innen präsentieren ein breites Spektrum an Weiblichkeit, Gea identifiziert sich als nicht-binär. Dennoch könnte die Sendung durchaus queerer sein, politische Gesprächsthemen sind, wie für solche Formate leider üblich, selten. mehr lesen / lire plus

Luxemburg wird LGBTIQ+ Freedom Zone – Kartheiser verteidigt Orbán

Die Piraten legten der Abgeordnetenkammer diese Woche eine Resolution vor und hatten damit Erfolg: Luxemburg erklärt sich zur LGBTIQ+ Freedom Zone. Die ADR träumt derweil von Ungarn.

(Foto: CC-BY Tony Webster)

Fernand Kartheiser (ADR) hat Recht: Die Bezeichnung der EU als LGBTIQ Freedom Zone zieht keine juristischen Verpflichtungen mit sich. Genauso wenig wie die Resolution der Piratepartei, durch die sich Luxemburg diese Woche ebenfalls zur LGBTIQ+ Freedom Zone erklärte. Damit kommt das Parlament einer Bewegung nach, die sich in den letzten Wochen in mehreren Gemeinden Luxemburgs bemerkbar machte: Esch, Sanem, Rümelingen, Bettemburg, Lorentzweiler, Rambrouch, Roeser und die Stadt Luxemburg nennen sich seit kurzem offiziell LGBTIQ+ Freedom Zones. mehr lesen / lire plus