Neu übersetzt: Baldwins Zerreißprobe

James Baldwins Debütroman „Von dieser Welt“ von 1953 beschreibt die Identitätssuche eines jungen Afroamerikaners zwischen Religiosität und Sexualität. Ein Buch, das nach wie vor aktuell ist.

„Von dieser Welt“ gilt heute zu Recht als sein wohl vollkommenstes Werk: der Schriftsteller James Baldwin. (Foto: Allan Warren/CC BY-SA 3.0/Wikimedia)

New York in den 1930er-Jahren. Der 14 Jahre alte Afroamerikaner John Grimes wächst mit seiner Mutter, drei Halbgeschwistern und seinem Stiefvater in Harlem in einem strenggläubigen Umfeld auf. Der Stiefvater ist tyrannisch. Früher war er ein dem Alkohol verfallener Schürzenjäger, jetzt predigt er puritanische Moral und integres Leben. Johns Beziehung zu ihm ist von Gewalt geprägt. mehr lesen / lire plus

Kontroverse um brasilianischen Film: Und Jesus darf doch schwul sein!

Petition, Brandanschlag, Gerichtsverfahren: Die Satire „A Primeira Tentação de Cristo“ sorgte in Brasilien für Konflikte. Darin ist Jesus schwul und Gott ein Schwerenöter.

Bildquelle: IMdB

Jesus bringt zu seinem dreißigsten Geburtstag Orlando, eine schillernde Bekanntschaft aus der Wüste, mit nachhause. Dort werden sie unter anderem von Maria, Josef und „Onkel Vittorio“ – Gott – mit einer Geburtstagsparty überrascht. So beginnt die umstrittene Netflix-Satire der brasilianischen Produktionsfirma und Comedy-Gruppe Porta dos Fundos. Jesus ist schwul und zunächst unwillig seine Mission als Sohn Gottes anzunehmen; Gott ist ein schmieriger Lustmolch; Josef ein unfähiger Schreiner: Die Figuren und der Plot der kurzweiligen Satire „A Primeira Tentação de Cristo“, auf deutsch „Die erste Versuchung Christi“, erzürnte im Dezember 2019 breite Teile der brasilianischen Bevölkerung. mehr lesen / lire plus

Comics und Judentum: Superhelden sterben nie

Dass die meisten Comic-Superhelden von Juden erfunden wurden, ist sogar vielen Fans nicht bekannt. Nun widmet das Jüdische Museum in Brüssel den Figuren und ihren Schöpfer*innen eine ebenso umfassende wie vielschichtige Ausstellung.

Streit unter Brüdern: „The Thing“ gibt dem aus der jüdischen Mystik entstammenden Golem eins auf die Mütze – dem das steinerne „Ding“ allerdings selbst nachempfunden ist. (© Marvel Comics Group)

„Für Odin! Für Asgard!“ – Wenn man in einem Jüdischen Museum solche Parolen zu sehen bekommt, ist das eher irritierend. Immerhin tragen Neonazis gerne Sprüche-T-Shirts mit Referenz an die nordische Mythologie. Zeitgenossen also, denen man am liebsten mit dem Kampfruf des Comic-Helden „The Thing“ antworten möchte, den dieser ausstößt, bevor er irgendwelchen Schurken auf die Mütze gibt: „It’s clobberin’ time!“ mehr lesen / lire plus

Transfeindlichkeit als Feminismus getarnt

Am Donnerstag hat „Harry Potter“-Autorin J.K. Rowling ihre Unterstützung für eine transfeindliche Person ausgedrückt. Warum uns das was angeht.

„My heart breaks for the trans people who grew up finding a safe place at Hogwarts.“ Am vergangenen Freitag war auf Twitter plötzlich eine Welle an Sätze dieser Art zu lesen. Hogwarts, die Schule für Zauberei im „Harry Potter“-Universum, ein transfeindlicher Ort? Das konnte nur bedeuten, dass Autorin J.K. Rowling sich auf entsprechende Weise geäußert haben musste. Der Übeltäter war schnell gefunden:

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Best of 2010er: „Gone Home“ von The Fullbright Company

Das Jahresende gibt Anlass, sich an eines der besten queer-zentrischen Videospiele der 2010er zurückzuerinnern.

© Steve Gaynor, The Fullbright Company

Wir schreiben das Jahr 1995: Seit einem Jahr studiert die aus den USA stammende Kaitlin Greenbriar nun schon in Europa. Nachdem sie ihr Flugticket gekauft hat, um während der Semesterferien ihre Familie zu besuchen, ruft sie ihre Mutter an. Als niemand rangeht, hinterlässt sie eine Sprachnachricht: Sie komme am 6. Juni um Mitternacht am Flughafen an. Einen Rückruf ihrer Mutter erhält sie nicht. Ob wohl zuhause alles in Ordnung ist?

„Gone Home“ beginnt auf der Veranda von Kaitlins Elternhaus, kurz nachdem diese aus dem Flughafen-Shuttle ausgestiegen ist. mehr lesen / lire plus

Gewalt in der Medizin: Drahtseilakt Gynäkologie und Geburtshilfe

Gewalt in der Gynäkologie und bei der Geburtshilfe erfolgt sowohl psychisch als auch physisch. Die Betroffenen neigen zu Selbstzweifeln, während der Sektor auf die erschwerenden Umstände hinweist.

Wo liegen die Grenzen zwischen Small Talk, gut gemeinten Ratschlägen und der Missachtung des Entscheidungsrechts der Patient*innen? Die Meinungen der Gynäkolog*innen und der Patient*innen weichen oft voneinander ab. (Copyright: Internet Archive Book Images/Jentzer, A Bourcart, Maurice)

„Ich habe schon so viel von Ihnen gehört“, begrüßt ein Gynäkologe seine neue Patientin. „Ich freue mich, Sie endlich kennenzulernen. Ich kannte Ihren Vater.“ Er blättert durch ihre Akte. „Da wohnen Sie? Ein guter Freund wohnt gleich um die Ecke.“ mehr lesen / lire plus

Sexuelle und affektive Gesundheit: Sexy Jahresabschluss

Queeres Begehren, sexualisierte Gewalt, Geschlechtergerechtigkeit im Sport und Sexualität von Senior*innen und Menschen mit einer Behinderung – diese und viele weitere Themen werden im Rahmen der ersten luxemburgischen Semaine de la santé affective et sexuelle in den Fokus gerückt.

© Cesas

Durch eine Internet- und Facebookseite, mehrere in die Wege geleitete Veranstaltungen und Weiterbildungen, einen Sexpodcast sowie eine Broschüre, die alle Akteur*innen zusammenfasst, die hierzulande im Bereich der affektiven und sexuellen Gesundheit tätig sind, liefert das im Mai 2018 eingeweihte Referenzzentrum für die Förderung der affektiven und sexuellen Gesundheit, kurz Cesas, mittlerweile eine wichtige Ergänzung zu hierzulande bereits seit längerem bestehenden Bemühungen im Bereich der Sexualerziehung (lesen Sie hierzu auch diesen Text). mehr lesen / lire plus

Keine „Mademoiselle“, aber auch keine Sternchen

Luxemburg muss auf geschlechtergerechte Sprache in offiziellen Dokumenten und Formularen warten. „Mademoiselle“ verschwindet zwar, marginalisierte, nicht-binäre Geschlechter werden aber weiterhin nicht berücksichtigt.

Foto: CC BY Domas Mituzas 2.0

Anfang des Jahres hinterfragte die woxx den neuen Namen des Ministeriums für Gleichstellung zwischen Frauen und Männern. Einer der Kritikpunkte: Er untermauere die Zweigeschlechtlichkeit und klammere marginalisierte, nicht-binäre Geschlechter aus. Die Mission des Ministeriums sei deswegen schon per se diskriminierend und arbeite der des Ministeriums für Familie und Integration, das sich für die genannten Geschlechtergruppen stark macht, entgegen. Eine parlamentarische Antwort der zuständigen Ministerin Taina Bofferding offenbart, was dies in der Praxis bedeutet. mehr lesen / lire plus

LGBTI-Pride in Ankara: Friedlich, bis die Polizei kam

In Ankara mussten sich heute 19 Personen für die Teilnahme an einer Pride vor Gericht verantworten. „Rosa Lëtzebuerg“ und andere Menschenrechtler*innen rufen zum Handeln auf.

Im Mai 2019 wurden 18 Studierende und ein Dozent der türkischen „Middle East Technical University“ (METU) wegen ihrer Teilnahme an der LGBTI-Pride auf dem Universitätscampus festgenommen. Einer Person wird zudem Beamtenbeleidigung vorgeworfen. Die Menschenrechtsorganisation „Queeramnesty“ und ILGA-Europe (International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association-Europe) riefen bereits Ende Oktober zur Anfechtung des Verfahrens auf. Ihrem Ruf ist nun auch „Rosa Lëtzebuerg“ gefolgt. Die Organisation, die sich als nationale Vertretung der LGBTQI-Gemeinschaft versteht, wandte sich in einem offenen Brief an den luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn. mehr lesen / lire plus

Discriminations multiples: Queer et noir-e, 
une cause perdue ?

L’exposition #QueerSuperPower d’Estelle Prudent thématise les discriminations multiples subies par les personnes noires et queer en France. Le but n’est pas de hiérarchiser ou de comparer les souffrances, mais de briser le silence et de sensibiliser le grand public – ainsi que le milieu queer – aux défis qui se posent aux communautés marginalisées.

#QueerSuperPower donne une voix aux personnes queer noires en France qui sont souvent à la fois racisées et discriminées. (© : 2017 Estelle PRUDENT)

woxx : Dans #QueerSuperPower, vous montrez d’une part des portraits de personnes queer noires et vous exposez d’autre part des phrases racistes et anti-queer. mehr lesen / lire plus

#QueerSuperPower

Die Ausstellung #QueerSuperPower illustriert die Härte von Rassismus und Queerfeindlichkeit. Die Künstlerin Estelle Prudent gibt schwarzen, queeren Menschen in Frankreich eine Stimme.

Copyright: 2017 Estelle PRUDENT

Die Ausstellung #QueerSuperPower, die derzeit im Escher Rathaus gezeigt wird, besticht nicht durch ein aufwendiges Raumkonzept. Die Exponate – großformatige Fotografien auf denen mit Klebestreifen weiße Zettel mit Zitaten und piktografischen Zeichnungen befestigt sind – stehen teilweise in dessen der Eingangshalle. Die Tafeln, an denen die Fotografien und Texte befestigt sind, reichen bis zu den Büros der Beamt*innen. In der Mitte des Ausstellungsraums prangt eine Säule, auf der die Wartenummern angezeigt werden. Doch wenn man die gezeigten Inhalte kontextualisiert, erschließen sich die Wertigkeit und die Aussagekraft der Ausstellung. mehr lesen / lire plus

Kein neues Diplom für trans Menschen

Ist der Verlust eines Abschlusszeugnisses mit der Anpassung an einen neuen Personenstand gleichzusetzen? Das zumindest legt eine Regelung des Bildungsministeriums nahe.

Menschen, die ihren Geschlechts- und ihren Namenseintrag nach Studienabschluss offiziell geändert haben, erhalten kein neues, an ihre Personendaten angepasstes Zeugnis. Das bringt mit sich, dass die erlangten Abschlüsse nicht mit den Identitätspapieren übereinstimmen. So zumindest die Annahme des CSV-Abgeordneten Paul Galles, die sich im Austausch mit Bildungsminister Claude Meisch teilweise bestätigt. Die bestehenden Regelungen sind sogar einen Tick problematischer als gedacht.

Tatsächlich gelten die Änderungen, die im Register des „état civil“ vermerkt werden, nicht rückwirkend. Sie beziehen sich nur auf die Zukunft. mehr lesen / lire plus

Polen: Ausschreitungen bei Pride

In der ostpolnischen Stadt Lublin kam es am Samstag zu Ausschreitungen bei einer Pride-Parade.

Die polnische Zeitung „Gazeta Polska“ vertrieb Aufkleber mit homophoben Aufschriften. (Foto: CC BY Silar – SA 4.0)

Nach Berichten von „Zeit Online“ und der AFP, bewarfen Gegendemonstrant*innen die Teilnehmer*innen der Pride-Parade in Lublin mit Flaschen und Eiern. Auf „Zeit Online“ heißt es weiter, mit Verweis auf die polnische Zeitung „Gazeta Wyborcza“, es habe sich bei den Angreifer*innen mehrheitlich um Fußballfans aus dem Südosten Polens gehandelt. Die Polizei habe Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt. Mehrere der rund 400 Teilnehmer*innen sowie Journalist*innen wurden verletzt.

Es war zu erwarten, dass die zweite Pride in der Geschichte Lublins nicht problemlos über die Bühne gehen würde. mehr lesen / lire plus

Bisexualität sichtbar machen

Am 23. September wird jährlich der „Bi Visibility Day“ begangen. Ziel ist es, auf die Existenz von Bisexualität aufmerksam zu machen und mit Mythen aufzuräumen.

Bisexuellenbewegung hat ihre eigene Flagge in den Farben rosa, violett und blau. (Foto: CC-BY Peter Salanki)

Auf den ersten Blick klingt es vielleicht etwas paradox: Bisexualität ist ziemlich unsichtbar. Das ist auch der Grund, weshalb am 23. September 1999 Aktivist*innen der Gruppe BiPhoria in Manchester zum ersten Mal ein „bi meetup“ organisierten, um den Bi Visibility Day zu feiern. Auch wenn sich seitdem einiges geändert hat, sind die Probleme, die sich der Community stellen, immer noch die gleichen. mehr lesen / lire plus

Wort für Wort zu mehr Gerechtigkeit

Sprachen befinden sich in einem konstanten Wandel. In manchen Fällen kann dies zu einer inklusiveren Kommunikation und zur Anerkennung nicht-normativer Identitäten beitragen.

© pixnio.com

Seit dieser Woche haben Menschen, die einen inklusiven Sprachgebrauch ablehnen, ein Argument weniger zur Verfügung: Merriam-Webster, das älteste amerikanische Wörterbuch, hat „they“ als nicht genderspezifisches Pronomen in der Einzahl aufgenommen. Dieses ermöglicht im Englischen ein Singular-Pronomen zu benutzen, ohne sich zwischen der männlichen („he“) oder der weiblichen („she“) Form entscheiden zu müssen. Damit lässt sich nun nicht mehr damit argumentieren, „they“ sei grammatikalisch falsch.

Regeln und Normen als Argument für diskriminatorische Praktiken heranzuziehen, zeugt in erster Linie von Veränderungsresistenz. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #062 – Sexuell an affektiv Gesondheetserzéiung zu Lëtzebuerg

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Sexuell an affektiv Gesondheet ass zu Lëtzebuerg nach ëmmer een Nischenthema. Zanter e puer Joer gëtt et de Cesas, deen als nationale Referenzzentrum d‘Bildung an dësem Beräich besser koordinéiere soll. Dës Woch schwätzen de Joël Adami an d‘Tessie Jakobs also iwwer Sex – mä net nëmmen doriwwer.

D‘Tessie Jakobs huet sech ugekuckt, wat fir Projete beim Cesas entstane sinn a wat genee d‘Aufgabe vun dem Zentrum sinn. D‘Journalist*innen diskutéieren dann awer och iwwert d‘Fro, wisou sexuell an affektiv Erzéiung grad fir Kanner wichteg ass, an wisou dat Thema awer ëmmer nach immens kontrovers ass. mehr lesen / lire plus

Sexuelle und affektive Gesundheit: Es geht nicht nur um Sex

Am Mittwoch zog das Centre national de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle (Cesas) Bilanz der letzten eineinhalb Jahre. Die Ergebnisse der Arbeit können sich sehen lassen, doch es bleibt noch viel zu tun.

Vertreter*innen von Cigale, Croix-Rouge und Planning Familial unterschreiben die Charta. © Cesas

„La sexualité de nos enfants: De quoi vous vous melez?!“ Dieser Facebook-Kommentar zu einer vom Centre national de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle (Cesas) organisierten Weiterbildung zeigt, wie sehr Sexualität immer noch als Privatangelegenheit angesehen wird, als etwas, worüber öffentliche Institutionen sich nicht äußern sollten. Er deutet aber auch darauf hin, dass manche kindliche Sexualität immer noch für einen Mythos halten. mehr lesen / lire plus

Queere Produzent*innen verklagen Youtube wegen Diskriminierung

Eine Gruppe von LGBTIQA-Creators hat eine Klage gegen Youtube und Google eingereicht. Sie wirft den Unternehmen Diskriminierung vor.

© Oejitv / wikipedia.org

„We as a group are suing Google and Youtube“ – das Statement der sogenannten Rainbow Coalition ist klar und deutlich. In einem am Mittwoch veröffentlichen Video äußern sich Mitglieder des Zusammenschlusses, allesamt „Creators“, also Menschen, die selbst produzierte Inhalte auf Youtube anbieten, zu ihren Beweggründen. „Our LGBTQ+ contents are being demonitized, restricted and not send out to viewers, which has highly affected our ability to reach the community that we strongly want to help“, erklärt Chrissy Chambers vom lesbischen Singer-Songwriter-Duo „Bria and Chrissy“ im Video. mehr lesen / lire plus

Homofeindliche Attacke nach Luxembourg Pride

Trauriges Nachspiel nach der „Luxembourg Pride“ am vergangenen Sonntagmorgen. Einer der Besucher der Pride in Esch am Samstag war danach noch bis zum Morgengrauen in Luxemburg-Stadt feiern gewesen. Bei der Heimreise wurde er am Bahnhof Luxemburg Opfer einer homofeindlichen Attacke. Er sei durch seine Kleidung ganz klar als Homosexueller erkennbar gewesen, erklärte der 38-jährige Franzose der Tageszeitung Le Quotidien. Seine schweren Verletzungen – geprellte Rippen, geschwollenes Gesicht, verstauchte Knöchel, gebrochener Ellenbogen – sorgten dafür, dass er für anderthalb Monate arbeitsunfähig erklärt wurde. Auf Facebook schrieb der Mann, dass sein Stolz zudem angeknackst sei. Warum er und die Medien, die über den Fall berichteten, es für nötig hielten, die Hautfarbe des Angreifers zu erwähnen, war leider nirgendwo zu erfahren. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? 50 Jahre nach Stonewall

Wie hat sich die Situation queerer Menschen nach den legendären Protesten rund um die Schwulenbar „Stonewall Inn“ in den letzten 50 Jahren verändert? Dieser und anderen Fragen geht die etwas überladene Dokumentation  „50 Jahre nach Stonewall” nach.

CC BY Travis Wise 2.0

„Sie ahnten nicht, dass ihr Aufstand als Geburtsstunde der schwul-lesbischen Bewegung in die Geschichte eingehen würde“, sagt eine Stimme aus dem Off während Schwarz-Weiß-Aufnahmen einer Polizeirazzia über den Bildschirm flimmern. Es brennt, es ist laut, Polizeisirenen heulen auf und Drag Queens steigen erhobenen Hauptes in einen Polizeiwagen. Dokumentiert wird ein historischer Moment: Die Proteste vor der Schwulenbar „Stonewall Inn“ in New York, 1969. mehr lesen / lire plus