LuxFilmFest: Tchelovek kotorij udivil vseh (The Man Who Surprised Everyone)

Ein todkranker Wildhüter in Sibirien findet weder in der Schulmedizin noch bei einer Schamanin Hilfe. Es folgt eine Lektion über Geschlecht und deren Wahrnehmung in der russischen Provinz.

Der Wildhüter Yegor Korshunov (Evgeniy Tsyganov) ist ein geschätzter und respektierter Mann in einem kleinen Dorf in Sibirien, in dem er mit seiner schwangeren Frau und ihrem gemeinsamen Sohn einen kleinen Hof bewohnt. Als er eines Tages zwei Wilderer tötet, ändert auch das nichts an seiner Beliebtheit.

Die zeigt sich auch, als die Dorfbewohner*innen Geld sammeln, um ihm einen kostspieligen Arztbesuch zu ermöglichen. Yegor ist nämlich todkrank – er hat Krebs und keine Aussicht auf Heilung, sein Arzt gibt ihm noch höchstens zwei Monate. mehr lesen / lire plus “LuxFilmFest: Tchelovek kotorij udivil vseh (The Man Who Surprised Everyone)”

Sexualerziehung: Man lernt nie aus

Altersübergreifend, ganzheitlich, zugänglich und intersektionell – das Ziel, das sich mit dem neuen Aktionsplan zur sexuellen und affektiven Gesundheit gesteckt wurde, könnte nicht ambitionierter sein.

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Das Auditorium der Uni Luxemburg war bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt, als am vergangenen Dienstag der Nationale Aktionsplan zur Förderung sexueller und affektiver Gesundheit vorgestellt wurde. Das Stichwort, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Konferenz zog, war „ganzheitlich“. Dieser Leitlinie soll nämlich die hierzulande geleistete Sexualerziehung künftig entsprechen. Diese Herangehensweise wird bereits daran deutlich, dass gleich vier Ministerien an der Ausarbeitung beteiligt waren: Gesundheit, Familie, Bildung und Geschlechtergleichstellung. Anders als der bisherige Aktionsplan, richtet sich der neue, am 1. mehr lesen / lire plus “Sexualerziehung: Man lernt nie aus”

Intergeschlechtlichkeit: Europäischer Meilenstein

Das EU-Parlament hat gestern den ersten Beschluss zu den Rechten intergeschlechtlicher Menschen verabschiedet.

Die Intergeschlechtlichkeits-Flagge wurde von der „Organisation Intersex International Australia“ entworfen. Die Farben Gelb und Lila wurden gewählt, um die „gegenderten“ Farben rosa und blau zu vermeiden. Der Kreis symbolisiert Ganzheit.

Das EU-Parlament spricht sich damit entschieden gegen die Medikalisierung und Pathologisierung intergeschlechtlicher Menschen aus. Seit den 1950er-Jahren ist es üblich sowohl innere als auch äußere Geschlechtsmerkmale intersexueller Kinder operativ-kosmetisch zu verändern. Dazu werden zum Beispiel die Klitoris verkürzt, die Hoden entfernt, die Harnöffnung operativ zur Penisspitze hin verlegt oder eine Neo-Vagina angelegt. Ziel ist es, die Geschlechtsmerkmale intergeschlechtlicher Menschen den Standardnormen „männlich“ und „weiblich“ anzugleichen. mehr lesen / lire plus “Intergeschlechtlichkeit: Europäischer Meilenstein”

Schweiz: Meinungsfreiheit in Gefahr

Die Schweizer LGBTQ-Gemeinschaft wappnet sich für ein mögliches Referendum zur Erweiterung des Diskriminierungsschutzes. Christliche und nationalkonservative Parteien bangen um ihre Meinungsfreiheit und fürchten ein Denkverbot.

(Foto: CC-BY Tony Webster)

In Luxemburg ist die Diskriminierung der sexuellen Orientierung schon seit 2006 Teil der entsprechenden Strafnorm. Erst Ende 2018 beschloss auch das Schweizer Parlament die Strafnorm gegen Diskriminierung um die sexuelle Orientierung zu erweitern. Ursprünglich stand in der Schweiz zur Debatte, ob die Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität in die Strafnorm aufgenommen werden sollte, was das Parlament mit 107 zu 77 Stimmen ablehnte. Alternativ wich man auf die Einbindung der sexuellen Orientierung aus, wie unter anderem Pink Cross, der „Schweizer Dachverband der schwulen und bi Männer*“ , berichtet. mehr lesen / lire plus “Schweiz: Meinungsfreiheit in Gefahr”

Pflichtlektüre: Heldinnen aus Druckerschwärze

In einem offenen Brief an das Bildungsministerium verlangt die „Voix de jeunes femmes“ (VJF) nach mehr Frau auf dem literarischen Lehrplan. Der Philosoph Norbert Campagna schlägt Alarm.

Die Pflichtlektüre für luxemburgische Abschlussklassen braucht Heldinnen und Frauenfiguren, die weder Sexobjekte noch Sündenböcke sind. (Foto: Pixabay)

Norbert Campagna zeigte sich im Dezember 2018 im „Tageblatt“ empört über den Brief der VJF, die er gleich im ersten Absatz mit dem „Conseil national des femmes du Luxembourg“ (CNFL) gleichsetzt. Missverständnis Nummer eins. Weitere folgen. Während die Jugendgruppe des CNFL eine egalitäre Überarbeitung des festgelegten Leseprogramms für die Abschlussklassen des „enseignement secondaire“ fordert, schreit Campagna Zensur und Fanatismus. mehr lesen / lire plus “Pflichtlektüre: Heldinnen aus Druckerschwärze”

Neue Verpackung, selber Inhalt?

Der neue Name des Ministeriums für Chancengleichheit wird von vielen Seiten gelobt. Doch ist er wirklich besser als der vorherige? Und was sagt er über mögliche Zielsetzungen des besagten Ministeriums aus?

© Wikimedia Commons

Wenn sich der Conseil national des femmes du Luxembourg (CNFL) mit einem Schreiben an die Regierung wendet, bedeutet das in den seltensten Fällen etwas Gutes. Die Stellungnahme des Rats zum Koalitionsabkommen liest sich deshalb überraschenderweise schon fast wie eine Lobeshymne. Anlass zur Freude gibt dem CNFL unter anderem die Namensänderung von „Ministerium für Chancengleichheit“ in „Ministerium für Gleichstellung zwischen Frauen und Männern“. Oder auf französisch: „Ministère de l’égalité entre femmes et hommes“. mehr lesen / lire plus “Neue Verpackung, selber Inhalt?”

Sexuelle Gesundheit: Änderungen geplant

Das Planning Familial zeigt sich erfreut über die Vorhaben, die die Regierung bezüglich affektiver und sexueller Gesundheit im Koalitionsprogramm festgehalten hat. Es sei das erste Mal, dass in einem Koalitionsprogramm sowohl von der sexuellen als auch der affektiven Gesundheit die Rede sei, heißt es in einem Schreiben. Das Planning freut sich, dass entsprechende Kurse in die Ausbildung von Erzieher*innen integriert werden sollen, und hofft, dass es sich dabei um Pflicht- und nicht etwa um Optionsfächer handeln wird. Auch die geplante Sensibilisierung für LGBTIQ-Aspekte sowie die (seit 2016 geforderte) Reduktion der Besteuerung von Hygieneprodukten von 17 auf drei Prozent werden vom Zentrum begrüßt. mehr lesen / lire plus “Sexuelle Gesundheit: Änderungen geplant”

Feminismus: Kampf um eine gerechte Gesellschaft

Isabelle Schmoetten ist seit September dieses Jahres sozio-politische Beauftragte des Cid Fraen an Gender. Wir haben mit ihr über den Gender Pay Gap, geschlechtersensiblen Unterricht und das Ministerium für Gleichstellung von Frauen und Männern gesprochen.

Isabelle Schmoetten ist es wichtig, dass Geschlecht und andere Diskriminationskategorien zusammengedacht werden. (Foto: Isabelle Schmoetten)

woxx: In einem Artikel im Tageblatt von letzter Woche wurde behauptet, es gäbe keinen Gender Pay Gap mehr. Im Text wird argumentiert, dass Frauen teilweise sogar mehr verdienen als Männer, wenn man bei der Berechnung statt des Mittelwerts der Gehälter den Median berücksichtigt. Das Cid hat darauf mit Kritik reagiert.


Isabelle Schmoetten: Der Artikel ist derart polemisch geschrieben, dass wir ihn nicht unkommentiert lassen konnten. mehr lesen / lire plus “Feminismus: Kampf um eine gerechte Gesellschaft”

Ein Känguru wie du: Claude Meisch antwortet Fernand Kartheiser

Die homofeindliche parlamentarische Anfrage über ein Theaterstück, dass manche Grundschüler*innen besucht haben, sorgte für Aufregung. Jetzt veröffentlichte der Unterrichtsminister seine Antwort vorab auf Twitter.

Normalerweise lassen sich Minister*innen mit parlamentarischen Fragen Zeit. Meistens gelangen die Antworten erst an die Öffentlichkeit, wenn sie in der Abgeordnetenkammer angelangt sind. Die öffentliche Empörung über die homofeindliche Rhetorik, die Fernand Katheiser (ADR) in seiner Frage benutzte (siehe woxx-online: Geschlossen gegen Homophobie), bewog den Bildungsminister wohl dazu, diesmal schneller zu reagieren. Auf twitter postete er ein Foto seiner Antwort und schrieb dazu „Alle Menschen sind frei geboren, mit gleicher Würde und den gleichen Rechten. Und weil jeder Mensch gleich ist, sind auch alle Familien gleich. mehr lesen / lire plus “Ein Känguru wie du: Claude Meisch antwortet Fernand Kartheiser”

Geschlossen gegen Homophobie

Eine homophobe parlamentarische Anfrage von Fernand Kartheiser stößt auf Gegenwind.

© Script.lu

Nachdem sich der ADR-Abgeordnete Fernand Kartheiser am Montag in einer parlamentarischen Anfrage danach erkundigt hatte, ob es altersgerecht sei, Kindern aus dem Cycle 4.2. ein Theaterstück über Homosexualität zu zeigen, hagelt es nun Kritik.

Die Frage bezieht sich auf das Theaterstück „Ein Känguru wie Du“, das im November im Kasemattentheater aufgeführt wurde. Nachdem, Kartheiser zufolge, besorgte Eltern ihm ihren Unmut über besagtes Theaterstück mitgeteilt hatten, wollte Kartheiser von Bildungsminister Claude Meisch unter anderem wissen, ob der Besuch eines Theaterstücks über Homosexualität im Lehrplan vorgesehen sei, ob dies für Kinder des Cylce 4.2. mehr lesen / lire plus “Geschlossen gegen Homophobie”

Theaterfestival: Queer zugänglicher machen

In Esch findet dieses Wochenende das „Queer Little Lies“ statt, das erste queere Festival Luxemburgs. Die woxx hat sich mit dessen Organisatorin Sandy Artuso unterhalten.

Szene aus der Performance „Wild Child“. (Foto: Kegan Marlin)

woxx: Warum hat das Kollektiv Independent Little Lies (ILL) ein queeres Theaterfestival in Luxemburg auf die Beine gestellt?


Sandy Artuso: Seit ich wieder in Luxemburg bin, habe ich mich gleich wieder bei Independent Little Lies engagiert, vor allem mit Assistenzen und Arbeiten im Hintergrund. Ich wollte aber auch ein eigenes Projekt stemmen und das natürlich mit einer Thematik verbinden, die mir persönlich sehr nahe liegt und mit der ich mich beruflich beschäftige. mehr lesen / lire plus “Theaterfestival: Queer zugänglicher machen”

Cigale: Was ist Queer?

Was ist eigentlich Queer Theory, Queerfeminismus und was soll queere Kunst sein? Zur Vorbereitung auf das erste queere Kunstfestival Luxemburgs lädt Cigale zu einem Themenabend.

Am Mittwoch, dem 14. November, will das Informationszentrum Cigale den LGBTIQA-Buchstabensalat und besonders das „Q“ darin, etwas entwirren. Genauer: Der Begriff „Queer“ soll beleuchtet werden – handelt es sich um ein Schimpfwort, einen Sammelbegriff oder doch viel mehr? Die Literaturwissenschaftlerin und Doktorandin der Uni Luxemburg Sandy Artuso, die über Autobiografien von transMenschen dissertiert, wird die Geschichte des Begriffs erläutern. Auch eine Einführung in den Queerfeminismus und zu queerer Kunst steht auf dem Programm.

Der Abend ist zur Einstimmung auf das Festival „Queer Little Lies“ gedacht, das am ersten Dezemberwochenende im Escher Theater stattfindet. mehr lesen / lire plus “Cigale: Was ist Queer?”

Intersex: Kampagne soll aufklären

Täglich erleben intergeschlechtliche Menschen Diskriminationen und Verletzungen ihrer Rechte. Mit einer Kampagne soll dagegen angekämpft werden.

© mfamigr.gouvernement.lu

Zum heutigen Intersex-Awareness-Tag startet das Familienministerium eine Aufklärungskampagne zum Thema. Unter dem Motto „Weiblich? Männlich? Intergeschlechtlich? Seien Sie aufgeschlossen“ soll über Intergeschlechtlichkeit informiert und gegen die Diskriminierung betroffener Menschen angekämpft werden.

Intergeschlechtliche Personen werden mit anatomischen, hormonellen oder chromosomalen Charakteristiken geboren, die von den medizinischen Normen der Geschlechter „männlich“ und „weiblich“ abweichen. Bei manchen Betroffenen wird die Intergeschlechtlichkeit bereits vor der Geburt festgestellt, bei anderen erst später im Leben oder auch nie. Etwa seit 1950 ist es üblich, sowohl innere als auch äußere Geschlechtsmerkmale intergeschlechtlicher Kinder operativ-kosmetisch zu verändern. mehr lesen / lire plus “Intersex: Kampagne soll aufklären”

Österreich: Erste gleichgeschlechtliche Ehe geschlossen

Es gibt sie doch noch, die guten Nachrichten aus der Alpenrepublik: Heute wurde in Wien das erste gleichgeschlechtliche Paar verheiratet.

Foto: CC-BY Tony Webster

Eigentlich wollte die rechts-rechtsextreme Regierung aus ÖVP und FPÖ es verhindern, doch nun hat sie den Kampf gegen die gleichgeschlechtliche Ehe aufgegeben. Kurz vor der Amtsübernahme der neuen Koalition, hatte der Österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) im Dezember 2017 eine gesetzliche Regelung aufgehoben, die gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe verbot. Nun sollen sowohl Ehe und eingetragene Partnerschaft für alle Paare geöffnet werden, dies ab 1. Januar 2019. Die Klubobmänner (Fraktionsvorsitzende) von FPÖ und ÖVP teilten gestern via Pressemitteilung mit, die Entscheidung des VfGH zu akzeptieren, nachdem sie im Parlament nicht die nötige Zweidrittelmehrheit haben, um „die Ehe zwischen Mann und Frau in der Verfassung zu verankern“, wie der ORF berichtete. mehr lesen / lire plus “Österreich: Erste gleichgeschlechtliche Ehe geschlossen”

Sexualerziehung
: Es mit der Romantik übertreiben

Wo kommen die Babys her? Ist Sex wirklich so wie im Porno? – Alles Fragen, die sich viele bereits in jungen Jahren stellen. In Klassenworkshops gibt das Planning Familial Antworten darauf. Für den dritten Teil unserer Serie über Sexualerziehung haben wir mit Simon Görgen über seine Tätigkeit als Sexualpädagoge gesprochen.

Simon Görgen ist Sexualpädagoge beim 
Planning Familial. (Foto: Planning Familial)

woxx: Welchen Stellenwert hat Sexualerziehung im Leben eines Menschen?


Simon Görgen: Laut Bedürfnispyramide von Maslow steht Sexualität auf der gleichen Stufe wie Essen, Trinken und Schlafen. Sexualität sollte also jedem zugänglich sein. Wir vom Planning Familial wollen jedem eine selbstbestimmte Sexualität ermöglichen. mehr lesen / lire plus “Sexualerziehung
: Es mit der Romantik übertreiben”

LGBTIQ-Aufklärung
: Vielfalt will gelernt sein

Zum Themenfeld der Sexualerziehung gehört auch die Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Im zweiten Teil unserer Interviewserie haben wir uns über diesen Aspekt mit Cigale-Mitarbeiter Roby Antony unterhalten.

woxx: Wie gut sind junge Menschen heutzutage über LGBTIQ-Thematiken informiert?


Roby Antony arbeitet seit 16 Jahren im Cigale. (FOTO: Privat)

Roby Antony: Ich stelle fest, dass Schüler über eine offenere Haltung verfügen und besser informiert sind, als dies noch etwa vor 15 Jahren der Fall war. Die Medien haben in dieser Entwicklung eine große Rolle gespielt. Allerdings nicht nur eine positive: Besonders in populären Fernsehsendungen werden oft Stereotype reproduziert. Diese schaffen beziehungsweise bestärken Vorstellungen davon, wie lesbische, schwule, bisexuelle oder trans Personen aussehen, sich verhalten, wofür sie sich interessieren und was ihre sexuellen Vorlieben sind. mehr lesen / lire plus “LGBTIQ-Aufklärung
: Vielfalt will gelernt sein”

Lecktuch? Fehlanzeige.

Eine aktuelle Kampagne des Gesundheitsministeriums reproduziert Heteronormativität und suggeriert, dass nur Kondome zur Krankheitsverhütung genutzt werden können.

Wie jedes Jahr startet das Gesundheitsministerium auch in diesem Sommer eine Kampagne zur Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten. Das Ziel, so heißt es im Presseschreiben, bestehe darin, die Bevölkerung dazu anzuhalten, Kondome zu benutzen und sich regelmäßig testen zu lassen. Auf der Seite safersex.lu wird das Kondom (sowohl das „männliche“ als auch das „weibliche“) sogar als einzige Methode zur Krankheitsverhütung bezeichnet. Was andere Ansteckungsmöglichkeiten betrifft, wird nur darauf hingewiesen, dass ansteckende Körperflüssigkeiten nicht mit Hautverletzungen, oder genitalen, oralen und analen Schleimhäuten in Kontakt kommen dürfen. mehr lesen / lire plus “Lecktuch? Fehlanzeige.”

Sexualerziehung
: Wie sag ich’s meinem Kind?


Sexualität, Pubertät, Gender, sexuelle Orientierung – Themen, die zum Feld der sexuellen und affektiven Erziehung gehören, gibt es zahlreiche. Eine angemessene Heranführung ist besonders in jungen Jahren wichtig. Was wird in Luxemburg in diesem Bereich geleistet? Was klappt, wo besteht Nachholbedarf? Im Rahmen einer Interview-Serie haben wir Vertreter*innen einiger zuständiger Strukturen dazu befragt. Das erste Gespräch fand mit Isabel Scott vom Centre national de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle, kurz Cesas, statt.

Isabel Scott arbeitet seit April 2017 beim Cesas. (© privat)

woxx: Wie sollte Sexualaufklärung im weitesten Sinne im Idealfall ablaufen?


Isabel Scott: Die Weltgesundheitsorganisation hat 2011 das Dokument „Standards für Sexualaufklärung in Europa“ publiziert. mehr lesen / lire plus “Sexualerziehung
: Wie sag ich’s meinem Kind?
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LGBTIQA-Rechte: Ein wichtiger Schritt

Kurz vor Ende der Legislaturperiode gibt es für die LGBTIQA-Community gute Nachrichten aus dem Parlament – allerdings auch einige Wermutstropfen.

(Foto: CC-BY-SA Ted Eytan)

Am Mittwoch, dem 25. Juli, war es endlich so weit: Das Gesetz über eine einfachere Anpassung des Vornamens und des Geschlechtseintrags für trans und intergeschlechtliche Personen wurde vom Parlament verabschiedet. Damit macht Luxemburg einen weiteren wichtigen Schritt für die Gleichstellung von LGBTIQA-Personen. Es ist sehr zu begrüßen, dass die komplizierte juristische Prozedur, die ärztliche oder psychologische Gutachten erforderte, abgeschafft wurde. Für die Betroffenen bedeutete dies oft einen jahrelangen Spießrutenlauf. Nun ist die Änderung des Vornamens und des Geschlechtseintrags eine einfache administrative Prozedur, bei der lediglich ein Nachweis erbracht werden muss, dass man unter dem gewünschten Namen und Geschlecht bekannt ist. mehr lesen / lire plus “LGBTIQA-Rechte: Ein wichtiger Schritt”

Homo- und Transphobie
: Alles „Gender-Gaga“?


Bei der Abstimmung über das Gesetz zur Ratifizierung der Istanbul-Konvention verweigerte die ADR ihre Stimme. Die Begründung dafür ist beispielhaft für die diskriminierenden Ansichten rechter Parteien.

Solange sich über das alljährlich stattfindende Gaymat-Festival aufgeregt wird, behält es seine Existenzberechtigung. (Foto: Amnesty International Luxembourg)

„Wir bei der ADR halten diesen Gender-Gaga für Blödsinn“. Dieser Satz fiel vor nicht einmal drei Wochen in der Luxemburger Abgeordnetenkammer. Das besonders Abstoßende daran: Es ging um die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Mit dem Gesetz wurde die Istanbul-Konvention ratifiziert. In erster Linie sieht der Text in Fällen von Gewalt gegen Frauen sowie häuslicher Gewalt eine engere Fassung der Rechtsnormen, eine Verschärfung der Strafen sowie die Erweiterung der Präventionsmaßnahmen und des Opferschutzes vor. mehr lesen / lire plus “Homo- und Transphobie
: Alles „Gender-Gaga“?
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