Frauen fühlen sich politisch weniger gut vertreten, bewerten Gleichstellung skeptischer und fordern häufiger gezielte Maßnahmen, während Männer sich stärker für Politik interessieren und dem politischen System insgesamt mehr Vertrauen entgegenbringen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Polindex-Studie 2025, in deren Rahmen zwischen Mai und Juni vergangenen Jahres 1.637 in Luxemburg lebende Personen zu ihren Einstellungen zur Demokratie, zu Institutionen und zu politischer Teilhabe befragt wurden. Zwar ist sich eine große Mehrheit der Befragten einig, dass Frauen und Männer formal über die gleichen Rechte verfügen, doch Frauen nehmen deutlich häufiger wahr, dass Männer in Politik und Gesellschaft weiterhin im Vorteil sind. Besonders ausgeprägt ist diese Differenz bei der Einschätzung politischer Repräsentation: Viele Frauen empfinden Parlament, Regierung und öffentliche Debatten als männlich dominiert und begegnen der Politik mit größerer Zurückhaltung. Männer hingegen bewerten den Stand der Repräsentation überwiegend als ausreichend und äußern häufiger Vertrauen in die Demokratie. Auch bei der Frage nach politischen Vorbildern und Machtpositionen zeigen sich Unterschiede: Frauen messen dem Zugang von Frauen zu höchsten Ämtern – etwa dem Amt der Premierministerin – eine höhere symbolische Bedeutung bei und unterstützen häufiger Instrumente wie Quoten oder aktive Fördermaßnahmen. Männer verweisen dagegen stärker auf Leistungsprinzipien. Insgesamt macht der Polindex 2025 deutlich: Geschlechterunterschiede prägen politische Wahrnehmung, Vertrauen und Prioritäten und sind damit ein zentraler Faktor für demokratische Legitimität und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Luxemburg.
Quality of Work Index : Le travail, c’est toujours pas la santé
Les conditions de travail se dégradent au fil des ans. C’est le constat dressé par la Chambre des salariés (CSL) dans l’édition 2025 du « Quality of Work Index Luxembourg ». L’insatisfaction au travail n’a jamais été aussi élevée depuis l’existence de cette étude qui, cette année, met l’accent sur le déficit en matière de formation continue.

