Künftig werden die Équipes de soutien des élèves à besoins éducatifs particuliers ou spécifiques (Eseb) den RegionaldirektorInnen unterstellt sein – eine Neuerung, die zurzeit heftig diskutiert wird. So hat die Änderung des Gesetzes zu der Befürchtung geführt, die Neutralität der SonderpädagogInnen sei nicht mehr gewahrt, wenn diese ins Grundschulsystem integriert werden. Ferner gibt es, angesichts des gegenwärtigen Lehrkräftemangels, die Sorge, dass SonderpädagogInnen von nun an verstärkt im regulären Grundschulunterricht eingesetzt werden. Bildungsminister Claude Meisch versicherte indes, dass sich an der Arbeit der Eseb (davor Équipes multiprofessionelles) nichts ändere. Er räumte jedoch ein, dass in der Tat ein Personalmangel besteht. Das Ministerium sieht deshalb vor, in den kommenden Jahren das Personal in der Ediff um 150 neue MitarbeiterInnen aufzustocken. Bei den Eseb handelt es sich um Teams aus PsychologInnen, SonderpädagogInnen und SozialarbeiterInnen, die Lehrkräften in der Regelschule beratend zur Seite stehen. Bisher wurden diese von zwei Instanzen, nämlich der Schulinspektion und der Ediff, koordiniert. Durch die Kompetenzverlagerung auf nur ein Gremium erhofft sich das Ministerium eine effizientere und schnellere Organisation. Ediff und SEW befürchten allerdings, dass der administrative Aufwand nun noch größer werden könnte.
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