Erst bunt, dann grün und blau

von | 10.04.2017

Erleichtert darüber, dass die ersten beiden Prozesstage überstanden sind, wirkten die vier AktivistInnen noch immer schockiert, in welche Maschinerie sie da geraten sind. Von Straßburg nach Brüssel hatten sie sich im Juni 2014 aufgemacht, um das Recht auf Bewegungsfreiheit einzuklagen und gegen das EU-Grenzregime zu protestieren. Bei einer Pressekonferenz betonten vier der insgesamt sechs Angeklagten aus dem „March for Freedom“ am Donnerstagnachmittag, dass sie von der Polizeigewalt, die sie am 5. Juni am Rande einer Protestaktion gegen die EU-Innenministerkonferenz auf Kirchberg erlebt hatten, noch immer traumatisiert sind. Selbst wegen des entstandenen Tumultes angeklagt, verwiesen sie auf den damals ungeklärten Aufenthaltsstatus zahlreicher Teilnehmenden des Marsches. „Allein deshalb hätten wir keinerlei Interesse an einer Eskalation gehabt.“ Die einzige Kommunikation mit der Polizei habe demnach in deren gewaltvollem Vorgehen gegen die Demoteilnehmenden bestanden. Auch die Jonk Lénk hatten sich mit den Angeklagten solidarisch erklärt und kritisierten, „wie brutal und dilettantisch die Polizei an die Auflösung der Demonstration herangegangen“ sei. Zumindest indirekt gestand diese beim Prozess eine Überforderung der vor Ort befindlichen „bunt zusammengewürfelten“ Kräfte ein. Ein Prozessende ist noch nicht festgelegt.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Weibliche Genitalverstümmelung in Luxemburg

Im Nachgang einer UNICEF-Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Luxemburg, die im April 2026 veröffentlicht wurde, hatten die LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo eine parlamentarische Anfrage zum Thema gestellt. Vergangenen Montag erfolgte die Antwort, der sich neben den drei adressierten Minister*innen der...

NEWS

Wenn „ChatGPT“ parlamentarische Fragen beantwortet

Am vergangenen Montag veröffentlichte die Chamber die Antwort des Außenministers Xavier Bettel (DP) auf eine parlamentarische Frage der beiden LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo und Yves Cruchten. Thema war der „Luxemburgplan“, den die saarländische Regierung Anfang Mai veröffentlichte. Die Antworten sind relativ nichtssagend und unkonkret –...

NEWS

Foot, fric et répression

Le coup d’envoi de la Coupe du monde de foot 2026 a été donné ce 11 juin au stade Azteca de Mexico, pour une édition « qui s’annonce la plus lucrative jamais vue », selon Amnesty International. La FIFA prévoit de réaliser 11 milliards de dollars de recettes au fil des 104 matchs qui se joueront pendant six semaines aux États-Unis, au Mexique...