Exhaus bleibt! –  Petition und Protestaktion vorgesehen

von | 26.04.2021

Die subkulturell interessierten Trierer*innen geben das Exhaus nicht so schnell auf: Nach der Schließung des ehemaligen Gebäudes und dem Umzug wollen sie das offene Jugendarbeitsprojekt auch für die Zukunft absichern.

(Wikimedia_Berthold Werner)

Das Exhaus – Abkürzung von Exzellenzhaus – ist sicher auch vielen Luxemburger*innen bekannt, die gerne mal für ein Konzert oder eine andere Kulturaktivität bis über die Mosel fahren. Bis 2018 war es ein Anlaufort für Subkultur sowie Konzerte. Es bot den Nostalgiker*innen den Flair eines selbstverwalteten, leicht anarchistischen Kulturzentrums, den man in Luxemburg aufgrund exzessiver Institutionalisierung vergeblich sucht.

Vor knapp drei Jahren war dann Schluss: Nachdem das Gebäude behindertengerecht umgebaut wurde fiel es durch die Sicherheitsprüfung – morsche Wände, Feuchtigkeit und andere Mängel machten es unbenutzbar. Es folgten dramatische Wochen und Monate die schließlich zur Insolvenz des Exhauses führten. Das bedeutete nicht nur das vorläufige Ende der Konzerte und Veranstaltungen, sondern auch das Einstellen der offenen Jugendarbeit für die das Exhaus weit über die Trierer Stadtgrenzen bekannt war.

Nun haben sich ehemalige Exhausmitarbeiter*innen und neu dazu gekommene Interessent*innen zusammengetan und einen neuen Verein gegründet, der die Angebote weiterführen soll: Der Kulturgraben e.V. will weiterhin sowohl die offene Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit als auch die Jugendkultur  miteinander verbinden und provisorisch am Standort „Schießgraben“ stattfinden lassen.

Das Problem ist wie so oft die Politik: Zwar gibt es eine erstaunliche Koalition der Grünen, der Linken und der CDU,die dem Kulturgraben unter die Arme greifen will, aber die SPD sowie das Jugendamt stemmen sich gegen dieses Projekt. Sie versuchen es zu zersplittern indem jede Abteilung eigene Gelder beantragen muss und dem Kulturgraben die Kompetenz für Jugend- und Jugendkulturarbeit abgesprochen wird.

Wer sich über die Grenzen solidarisch zeigen will, kann dies mit einer Unterschrift der Petition tun oder auch persönlich am 28. April um 16 Uhr zu der geplanten Demo vor dem Trierer Rathaus kommen. 

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