
(Foto: Tom Lucas)
Die Schwarz-Weiß-Fotografien des portugiesischen Fotojournalisten Alfredo Cunha sind ästhetisch anspruchsvolle Bilder, Momentaufnahmen voller Leben, in deren bewegten Tiefen der Blick des*der Betrachter*in förmlich versinkt. Auf den im doppelten Sinne kontrastreichen Aufnahmen sind historische Momente abgebildet: die Nachbeben der Nelkenrevolution in Portugal zum Beispiel, die Repatriierung einer halben Million Portugies*innen im Zuge der Dekolonisation. Für die einen ein lichter Moment, ein Befreiungsschlag, für die anderen ein schwerer, düsterer Lebensumbruch. Diese Ambivalenz vermag Cunha in seinen Werken gekonnt einzufangen und für das Auge sichtbar zu machen. Die Fotografien werden noch bis zum 5. Januar 2025 im Nationalmuseum für Geschichte und Kunst (MNAHA) ausgestellt.

