Expotipp: Hass im Netz

von | 19.04.2025

(Copyright: Melanie Czarnik / woxx)

Was passiert, wenn ein anonymer Chat aus dem Ruder läuft? Das Schüler*innenkomitee des Lycée Nic-Biever in Düdelingen organisiert regelmäßig Online-Expert*innengespräche zu aktuellen Themen. Dabei können Fragen und Kommentare live im Chat gestellt werden. Alles läuft reibungslos, bis im Oktober 2023 das Thema „Mobbing“ diskutiert wird – zum ersten Mal werden auf der Plattform rassistische, homophobe und diffamierende Kommentare veröffentlicht. Ein Schock für die Schule, der unter der Konzeption und Ausarbeitung der 3e des Fachs GCM zu einer eindrücklichen, wenn auch kleinen Wanderausstellung führt. „Hate Speech“ besteht aus mehreren Teilen: Neben einer Zeitung mit Hintergrundinformationen und Modellen, die die Wirkmechanismen von Hass im Netz veranschaulichen, zeigt die Ausstellung auch eine Reihe von Holztafeln mit originalen, unzensierten Hasskommentaren aus dem Chat. Auf der Rückseite jeder Tafel: der entsprechende Straftatbestand samt möglichem Strafmaß, denn Hate Speech ist nicht nur verletzend, sondern auch strafbar. So wird Verantwortung sichtbar gemacht – und dorthin zurückgegeben, wo sie hingehört: an die Täter*innen.

Noch bis zum 25. April im Rathaus der Gemeinde Düdelingen. Konzeption und Umsetzung: Schüler*innen der 3e GCM des Lycée Nic-Biever, Sabrina Olivieri.

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