Wie gestaltet sich das Arbeitsleben für Frauen mit Behinderung? Dieser Frage geht die Ausstellung „Ich – Frau“ im Mierscher Kulturhaus derzeit nach. Hierfür wurden fünf Frauen porträtiert, die von ihren Berufswünschen, Zukunftsvisionen und ihrem Drang nach Selbstverwirklichung berichten. Vier davon sind bereits berufstätig, eine ist Schülerin. Aus dem Gespräch mit den Frauen geht hervor, dass ihre Ausbildungsmöglichkeiten aufgrund ihrer Behinderung eingeschränkt sind und nicht immer den eigenen Interessen entsprechen. Noch dazu fehle es an inklusiven Arbeitsplätzen und Jobangeboten in Luxemburg. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem „Centre loisirs“ von Cooperations: einem soziokulturellen Verein, der unter anderem Berufsangebote für Menschen mit Behinderung in der Gastronomie, der Kunst oder der Gärtnerei schafft.
Expotipp: Theatre of Cruelty
Das monotone, disharmonische Klaviergeklimper im Treppenaufgang zu den Ausstellungsräumen signalisiert den Besucher*innen bereits: Das hier wird unangenehm. Der durch dunkle Vorhänge abgetrennte Hauptsaal führt in die Welt der Grausamkeit des französischen Künstlers Antonin Artaud (1896–1948), der in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine...

