Mythische Figuren von heute tragen Porsche, zumindest in der Ausstellung „The Never Never“ im Casino Luxemburg: Hier dekonstruiert der britische Künstler Jeremy Hutchison gemeinsam mit der griechischen Performance-Gruppe Nova Melancholia komplexe Themen wie antike Mythen, Klischees griechischer Kultur, Kapitalismus und Desinformation. Dafür hält ein gefälschter Porsche 911 her, der in acht Teile zerlegt wurde und den Performer*innen als Kostüm dient. Die Schau besteht aus einem Kurzfilm, Fotoserien, Malerei, Collagen, Performances und Skulpturen. Eine abstrakte und inspirierende Auseinandersetzung mit Konflikten der Gegenwart, mit machtvollen Erzählungen der Vergangenheit! Empfehlenswert ist auch die Website zur Schau (thenevernever.net) sowie das Interview zur Ausstellung mit Hutchison und der Kuratorin Evelyn Simons auf der Internetseite des Casinos: An beiden Stellen gibt es bereichernde Hintergrundinformationen zum Entstehungsprozess und dem Konzept.
Kulturtipp: Warpunk-Propaganda aus Teheran
„Sind wir nur bedeutungslose Zahlen in dieser korrupten Welt?“, fragte das iranische „Ardawahisht Collective“ am 20. Januar auf seinem Facebook-Auftritt angesichts der fortdauernden Massaker des islamischen Regimes im Iran an der dortigen Zivilbevölkerung. Eines der Mitglieder des Kollektivs von Metalmusiker*innen hatte gerade zwei neue Tracks präsentiert: „No Title – They Killed More than 12.000 in 4 Days“ und „Warpunk Rebellion MMXXVI“, so die beiden Stücke, in denen das Grauen dieser Tage verarbeitet worden ist.

