Als hätte die Forum-Redaktion geahnt, dass der weltbeste Außenminister Jean Asselborn das Nation Branding aus dem Reich der Untoten zurückholen würde! Denn die neue Ausgabe dreht sich ganz um das Luxemburg-Narrativ. Im Dossier werden die verschiedenen Arten, wie das Land zu erzählen, wie die Master-Erzählung entstand, aber auch wie das Land sich selbst über lange Jahre belogen hat, aufgearbeitet. Und das Strandgut Spezial spült noch einmal die besten Politiker*innen-Sprüche der letzten Jahre zu dem Thema an. Hervorheben wollen wir an dieser Stelle Victor Weitzels Essay zu den Shoah Büchern von Guy Koenig und Jemp Schuster, sowie Daniela Liebs Beitrag zum Insel-Narrativ des Großherzogtums Anfang des 20. Jahrhunderts. Besonders gelungen ist auch der Abschluss des Dossiers, in dem Autor und Kritiker Samuel Hamen der Idee des Narrativen genüsslich den Hals umdreht. Auch die üblichen Rubriken sind vor der Sommerpause reich gefüllt, unter anderem mit einem Rückblick von Robert Urbé über „seinen“ letzten Sozialalmanach und einem Mediensplitter ganz am Schluss, der es in sich hat.
Weibliche Genitalverstümmelung in Luxemburg
Im Nachgang einer UNICEF-Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Luxemburg, die im April 2026 veröffentlicht wurde, hatten die LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo eine parlamentarische Anfrage zum Thema gestellt. Vergangenen Montag erfolgte die Antwort, der sich neben den drei adressierten Minister*innen der...

