Ob Soziales, Grundrechte oder Umweltschutz, in keinem Bereich lässt die EU-Kommission eine Gelegenheit aus, sich bei den fortschrittlichen Kräften unbeliebt zu machen. Am Mittwoch hat sie die Genehmigung für den Anbau des umstrittenen Gen-Mais 1507 gebilligt. Nun bräuchte es eine qualifizierte Mehrheit im Ministerrat, um die Genehmigung noch zu stoppen – unwahrscheinlich, da beide EU-Institutionen den Eindruck erwecken, weitgehend im Dienste der Wirtschaftslobbys und nicht der Bevölkerung zu stehen. Von NGOs in Europa und in Luxemburg wird kritisiert, dass die EU ihr eigenes Genehmigungsverfahren nicht korrekt durchführt. Der Mais 1507 des US-Unternehmens Pioneer Hi-Bred International ist resistent gegen ein gefährliches Herbizid, das beim Anbau zum Einsatz kommt. Außerdem erzeugt der Mais selber ein Insektengift – Greenpeace weist darauf hin, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit vor den Auswirkungen dieses Gifts auf Schmetterlinge und Falter warnt. Die NGO „Liewensmëttel ouni Gentechnik“ scheint die Hoffnung aufgegeben zu haben, dass die EU-Institutionen ihre Entscheidung überdenken und fordern vor allem ein Verbot des Anbaus auf nationaler Ebene.
Luxemburgs Gesundheitsprofil
Im Rahmen der EU-Initiative „State of Health in the EU“ wurde am 13. Januar das aktuelle Gesundheitsprofil für Luxemburg vorgestellt. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht vergleicht die Gesundheitssysteme der EU-Mitgliedstaaten sowie von Island und Norwegen. Mit einer Lebenserwartung von 83,5 Jahren belegte Luxemburg 2024 hinter Italien,...

