
(© Warner Bros. Entertainment)
Zugegeben: Emerald Fennells Romanverfilmung „Wuthering Heights“ schafft Bilder, die dem Auge schmeicheln. Leider aber können die wuchtigen, farbtiefen Kompositionen allein den Film nicht tragen. Die darin erzählte Geschichte, die Emily Brontës Roman mehr zitiert als in ein anderes Medium transponiert, ist erschreckend substanzlos. Die Erotik, die bei der PR-Kampagne im Vordergrund stand, entpuppt sich als fades, in seiner Ideenlosigkeit fast prüde wirkendes 20-Sekunden-Gerammele. Mit „Wuthering Heights“ hat es Fennell leider geschafft, ein abgründiges, komplexes literarisches Werk auf einen kümmerlichen Rest einzudampfen und diesen dann mit viel Glitter zu besprenkeln.

