Kein Corona-Einsatz für Kommissar Rex in Luxemburg

von | 24.08.2020

In Luxemburg werden keine Polizeihunde dafür eingesetzt, das neuartige Coronavirus zu erschnüffeln. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hervor.

In Luxemburg werden keine Corona-Spürhunde zum Einsatz kommen. Auch Zollhund-Cash (Mitte) wird sich wohl mit seinem üblichen Einsatzgebiet zufrieden geben müssen. (Foto: Administration des douanes et accises)

Manchmal sind die Antworten auf parlamentarische Anfragen so kurz, dass man sich fragen muss, ob der ganze Aufwand und langwieriger Papierkram, der für eine solche Frage betrieben werden muss, sich überhaupt gelohnt hat. Am 4. August wollten die beiden liberalen Abgeordneten Gusty Graas und Claude Lamberty vom Polizeiminister und von der Gesundheitsministerin wissen, ob in Luxemburg angedacht würde, Polizeihunde für die Virusdetektion einzusetzen.

Grundsätzlich können Spürhunde nicht nur Drogen oder Sprengstoff detektieren, sondern auch verschiedene Krebsarten oder die drohende Unterzuckerung von Diabetiker*innen. Aus diesem Grund wurde in Deutschland ein Pilotprojekt auf die Beine gestellt, bei dem Hunde der Bundeswehr lernen sollen, eine Infektion mit Covid-19 zu erschnüffeln. Auch im französischen Maisons-Alfort (Val-de-Marne) wird Ähnliches versucht.

In Luxemburg wird das jedoch nicht der Fall sein. In der knappen Antwort der beiden Minister*innen heißt es lapidar, die Detektion eines Virus sei keine Polizeiaufgabe, und so plane man zumindest mittelfristig keine Virus-Spürhunde in Luxemburg. Getestet wird also weiterhin ganz klassisch per Rachen- oder Nasenabstrich.

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