Marx: Arbeit und industrielle Revolutionen

von | 07.02.2018

Wie ein immer noch aktuelles Thema Eingang in die Trierer Landesausstellung im Mai findet.

Karl, erzähl mal einen Witz!
Copyright: Partner-Ausstellung Museum am Dom: Vincent Fournier, Reem B #5 [Pal], Barcelone, Spain, 2010

Eine Brücke schlagen zwischen damals und heute, das versuchen die Organisator*innen der Trierer Landesausstellung zum 200. Geburtstag von Karl Marx. Drei Monate vor der Eröffnung am 5. Mai erinnern sie in einem Kommuniqué daran, dass der berühmte Trierer „mit seinen umfassenden Analysen und seiner Kritik an den Arbeitsbedingungen seiner Zeit einen Meilenstein gesetzt“ hat. Und seit der Rifkin-Studie dürfte auch auf der luxemburgischen Seite der Mosel gelten: „Angesichts von Digitalisierung, Globalisierung und ungleicher Einkommens- und Vermögensverteilung rückt das Thema ‚Arbeit‘ immer mehr in den Fokus von politischen und gesellschaftlichen Debatten.“

Karl Marx 1818 – 1883. Leben. Werk. Zeit.

Das Thema Arbeit spielt an den beiden Standorten der Landesausstellung eine zentrale Rolle, „von der Situation in den Fabriken im 19. Jahrhundert über die Wahrnehmung der Arbeit durch die Kunst bis zur Frage, wie aktuell Marx‘ Analyse des Kapitalismus in Zeiten von Finanzkrisen und Globalisierung heute ist.“

Im Rheinischen Landesmuseum werden unter anderem die sich rasant wandelnden Arbeitsbedingungen im 19. Jahrhundert gezeigt. Neben den katastrophalen Arbeitsbedingungen werden aber auch technische Errungenschaften zur Erleichterung der Arbeit vorgestellt, „für die sich Karl Marx begeistern konnte“. Die Auswirkungen der Veränderungen auf die Kunst illustrieren Gemälde mit Fabrikanlagen oder Arbeiter*innen als Motive.

Moselwinzer, Manchester-Malocher, Robotersklaven

Im Stadtmuseum Simeonstift geht es eher um Marx‘ persönliche Erfahrungen mit dem Thema Arbeit: Als junger Journalist schrieb er über die Situation der notleidenden Moselwinzer. Später, unter dem Eindruck der Arbeitswelt der Fabriken in Manchester, wurde er „vom Philosophen zum Ökonomen“.

Außerdem kann man in der Sonderausstellung „LebensWert Arbeit“ des Bistums Trier Werke zeitgenössischer Künstler*innen sehen. Dabei geht es um die rasanten Entwicklungen im Bereich der Arbeit, das Fortschreiten der technischen Möglichkeiten und die Auswirkungen der Globalisierung. Eine Vortragsreihe widmet sich nicht nur den Arbeitswelten in Trier und im Trierer Land von der Spätantike bis ins 19. Jahrhundert, sondern unter dem Motto „Arbeit 4.0“ auch Veränderungen in den Arbeitsprozessen und der Arbeitsorganisation insgesamt als Folgen der Digitalisierung.

Mehr Informationen zu den Trierer Ausstellungen, die am 5. Mai eröffnet werden.

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