Böden können sowohl ein Speicher als auch eine Quelle für Treibhausgase sein. Im Jahr 2019 ist die Rechnung negativ ausgefallen: 64 Megatonnen CO2 sind durch organische Böden in Europa in die Atmosphäre gelangt. Das entspricht etwa zwei Prozent der gesamten Netto-Emissionen – halb so viel wie jene durch den Flugverkehr. Diese Zahlen hat die Europäische Umweltagentur (EEA) am vergangenen Donnerstag veröffentlicht. Organische Böden kommen vor allem in Mooren vor. So stammt auch der Großteil der Emissionen aus dem Torfabbau, der vor allem in Finnland, Irland, Lettland, Estland und Deutschland praktiziert wird. Die EEA empfiehlt, dass Moore stattdessen besser geschützt und renaturiert werden sollen. So könne zusätzliches CO2 in den Böden gespeichert werden. Gerade bei Änderung der Landnutzung seien die Effekte aber nicht immer vorhersehbar, weswegen die Umweltagentur unterstreicht, dass in diesem Bereich mehr Forschung vonnöten ist.
Europäische Chemikalienpolitik: Giftige Prokrastination
2022 verkündete die EU-Kommission das Ziel „Null Verschmutzung“ und sagte damit giftigen Chemikalien, die Mensch und Umwelt belasten, den Kampf an. Passiert ist seitdem wenig, denn: Die Kommission steht sich selbst im Weg.

