Für die geplante und umstrittene Umgehungsstraße zwischen Bascharage und Sanem präsentierte Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) am 18. September schon wieder eine neue Streckenführung. Erst im März hatte Bausch gemeinsam mit Umweltministerin Joëlle Welfring (Déi Gréng) verkündet, auf eine Tunnelvariante setzen zu wollen. Nun soll die Straße doch oberirdisch entlang der Zugstrecke geführt und von einem Fahrradweg begleitet werden. Dadurch soll der Bobësch nicht wie in der bisherigen Planung durchschnitten werden. Die Umweltschützer*innen, die sich für den Erhalt des Bobësch eingesetzt hatten, sind dennoch alles andere als zufrieden: In einer gemeinsamen Pressemitteilung bedauerten die Biergerinitativ Gemeng Suessem, Natur an Ëmwelt Suessem und die Régionale Sud des Mouvement écologique, nicht in die Diskussionen eingebunden gewesen zu sein. Trotz Anfrage seien sie nicht zu einer gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte aus Sanem und Bascharage mit dem Mobilitätsminister eingeladen worden. Auch die Waldbesetzer*innen von „Bobi bléift“ sind skeptisch, was die neue Variante angeht: Die Umgehungsstraße führe zu mehr Verkehr und nicht zu Verkehrsberuhigung, kritisieren sie auf Instagram. Sie fordern, die Kapazität des Schienennetzes zu erhöhen und statt der Umgehungsstraße lediglich einen Fahrradweg zu bauen.
Demokratie durch die Gender-Brille
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