Nur die Schweden machen es besser

Mit einem eher diskreten Kommuniqué gibt das Kooperations-Ministerium die Herausgabe des Jahresberichtes 2014 bekannt. Dabei braucht Luxemburg sich ob der geleisteten Entwicklungszusammenarbeit eigentlich nicht zu verstecken: Mit 318,3 Millionen Euro wurden 2014 1,06 % des Brutto-Nationaleinkommens für die öffentliche Entwicklungshilfe ausgegeben. Besser machten es nur die Schweden, die auf 1,10 % kommen. Bestimmt war das vergangene Jahr vor allem durch große Krisen wie den Ausbruch des Ebola-Virus aber auch durch politisch instabile Krisengebiete, in die auch Luxemburger Hilfsgelder flossen. 2014 war aber auch das Vorbereitungsjahr für die vielen internationalen Konferenzen, die für 2015 angesetzt sind oder waren, sowie für das Europäische Jahr der Entwicklung. 72,1 % der Luxemburger Entwicklungshilfe fließen in bilaterale Programme, der Rest wurde für multilaterale Hilfe aufgebracht. 12,6 % der Mittel standen für humanitäre Hilfe zur Verfügung – für Nothilfe, Übergangsprogramme oder Katastrophen-Prävention. Die 95 anerkannten ONGs erhielten 16,7 % der öffentlichen Gelder – rund 53 Millionen Euro und damit 6 Millionen mehr als noch 2013. Die Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit der ONGs wurde mit 1,8 Millionen bezuschusst. Das sind weniger als 0,6 % der gesamten Entwicklungshilfe – nicht nur ein kleiner Rückgang gegenüber 2013, sondern auch weit entfernt von den europaweit von den ONG geforderten 2 %.
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