Ouni: Another brick out of the wall

von | 07.03.2016

Bioläden haben bei vielen Linken nicht den Ruf, die Welt wirklich zu verändern. Und das nicht nur, weil die Produkte als für die Arbeiterklasse unerschwinglich gelten und das Geschäftsmodell nicht grundsätzlich mit der kapitalistischen Logik bricht. Sondern weil Leute, die im Bioladen einkaufen, auch unter dem Verdacht stehen, die ökologischen Probleme auf eine Summe von Konsumentscheidungen reduzieren zu wollen – und dabei die Notwendigkeit politischer Veränderungen auszublenden. Zumindest letzteres Argument hat manches für sich – allzu oft hört man zu diesem oder jenem Problem, es müssten nur die Konsumenten ihre Macht ausspielen. Bei dem neuen Projekt Ouni greift diese Kritik nicht: Zwar handelt es sich auch um einen Bio-Supermarkt, noch dazu um einen ohne Verpackungen. Doch bei diesem Projekt wird Mitmachen großgeschrieben. So soll der in Bonneweg angesiedelte Laden, der vermutlich im Sommer eröffnen wird, auch ein „Ort der Zusammenkunft und des Austauschs“ werden. Außerdem handelt es sich um eine Kooperative, bei der also die Mitglieder mitentscheiden können. Zusätzlich gibt es „aktive“ Mitglieder, die sich als Gegenleistung für Ermäßigungen dazu verpflichten, monatlich zwei Stunden unentgeltlich auszuhelfen. Über die Stärken und Schwächen des Projekts hinaus ist eins sicher: Ouni bringt frischen Wind in die Luxemburger alternative Szene.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Weibliche Genitalverstümmelung in Luxemburg

Im Nachgang einer UNICEF-Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Luxemburg, die im April 2026 veröffentlicht wurde, hatten die LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo eine parlamentarische Anfrage zum Thema gestellt. Vergangenen Montag erfolgte die Antwort, der sich neben den drei adressierten Minister*innen der...

NEWS

Wenn „ChatGPT“ parlamentarische Fragen beantwortet

Am vergangenen Montag veröffentlichte die Chamber die Antwort des Außenministers Xavier Bettel (DP) auf eine parlamentarische Frage der beiden LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo und Yves Cruchten. Thema war der „Luxemburgplan“, den die saarländische Regierung Anfang Mai veröffentlichte. Die Antworten sind relativ nichtssagend und unkonkret –...

NEWS

Foot, fric et répression

Le coup d’envoi de la Coupe du monde de foot 2026 a été donné ce 11 juin au stade Azteca de Mexico, pour une édition « qui s’annonce la plus lucrative jamais vue », selon Amnesty International. La FIFA prévoit de réaliser 11 milliards de dollars de recettes au fil des 104 matchs qui se joueront pendant six semaines aux États-Unis, au Mexique...