Umweltverschmutzung: Woher kommt Mikroplastik? (1/2)

Die Umweltverschmutzung durch Kunststoffe ist in aller Munde – die Quelle des Großteils des Mikroplastiks in der Umwelt dürfte die meisten jedoch überraschen.

Mikroplastik am Strand (Foto: © Fraunhofer UMSICHT/Leandra Hamann)

Bilder von Stränden und Ozeanen voller Plastikabfälle sind allgegenwärtig. Sie suggerieren nicht selten, dass Abfälle wie gebrauchte Strohhalme, Kaffeebecher, Verpackungen aus dem Westen letzten Endes alle im Meer landen. Unter dem Label „Zero Waste“ versuchen einige – meist junge – Menschen, möglichst wenig Abfall zu produzieren (und dokumentieren dies meist ausgiebig in den sozialen Medien).

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) hat in einer Studie herausgefunden, dass der sogenannte Makroplastik, also die großen, mit bloßem Auge erkennbaren Plastikabfälle, in Deutschland 26 Prozent der Plastikbelastung in der Umwelt beträgt. mehr lesen / lire plus

Müll im Meer – aber woher?

Das Plastik, das sich im Meer ansammelt, steht mahnend für die Folgen der Wegwerfkultur. Eine Segelregatta regt dazu an, über den Umgang mit Abfall nachzudenken.

Ein sonniger Tag auf dem müllfreien Boot.
(Foto: Guillaume Gruhlke, Gewinner des Regatta-Medienpreises)

Gibt es im Meer wirklich riesige Inseln aus Plastik? Ja, gibt es – sogar auf Luftaufnahmen sind die gewaltigen Plastikansammlungen zu sehen. Bei der diesjährigen Segelregatta für luxemburgische Schüler war die Besichtigung der „Plastikinseln“ zwar nicht Teil des Programms, Müll und Müllvermeidung waren trotzdem ein Thema.

6,4 Millionen Tonnen. So viel Kunststoff landet jährlich in den Weltmeeren. Laut der „United Nations Clean Seas Campaign“ gibt es heutzutage 51 Trillionen Plastikpartikel im Meer – 500-mal mehr, als es Sterne in unserer Galaxie gibt. mehr lesen / lire plus

Ozeane und Klimawandel
 : Das zweite CO2-Problem


Das Meer ist unser geheimer Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel, denn es absorbiert CO2. Wird aber seine Aufnahmekapazität überschritten, drohen verheerende Folgen.

1347r CO2

Euphausia superba. Die Krillbestände sind gefährdet durch die CO2-Aufnahme der Meere. (Foto: Uwe Kils / Wikimedia / CC-BY-SA 3.0)

Viel ist beim Klimaschutz vom 2-Grad-Ziel die Rede. Die Erdatmosphäre darf sich um nicht mehr als diese 2 Grad erwärmen, wenn das Schlimmste, der Kollaps des Ökosystems Erde, vermieden werden soll. Um unter dieser Marke zu bleiben, müssen aber die Klimagas-Emissionen, die vor allem auf die Nutzung fossiler Brennstoffe zurückgehen, erheblich gedrosselt werden. Was man dabei schnell übersieht: Riesige Kohlendioxidmengen entweichen nicht nur in die Luft. mehr lesen / lire plus