Virtuelles Luxemburg in Minecraft

von | 23.12.2020

Minecraft, die digitale Mischung aus Sandkasten und Lego gibt es schon länger. Jetzt stellt das staatliche Geoportail einen Dienst zur Verfügung, mit dem Orte aus Luxemburg für die Spielwelt digitalisiert werden können.

So sieht Luxemburg-Stadt in Minecraft aus. (Bild: Geoportail.lu)

Ab dem 26. Dezember soll bereits ab 21 Uhr eine Ausgangssperre gelten. Wer dann noch einen Abendspaziergang machen will, muss entweder einen Hund herzeigen können oder muss sich nach Alternativen umsehen. Zugegeben, frische Luft und Bewegung gibt es bei einem virtuellen Rundgang durch die Pixelwelt von Minecraft nicht, dafür kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und mit virtuellen Bausteinen wie bei Lego ziemlich alles bauen, was einem einfällt.

In der Regel startet das Spiel in einer zufällig generierten Welt. Es ist aber auch möglich, eine vordefinierte Spielwelt zu laden. Hier kommt das Geoportail ins Spiel: Der Dienst der Kataster-und Topographieverwaltung, der Luxemburg-Karten zu vielen verschiedenen Themen zur Verfügung stellt, hat ein Tool gebastelt, mit dem ein Ausschnitt aus Luxemburg zur Minecraft-Welt umgewandelt werden kann. Die Daten dafür stammen aus dem 3D-Modell des Landes, das mithilfe eines Lidars (eine Art optischer Radar, der sehr genau arbeitet und zwischen verschiedenen Materialien unterscheiden kann) erstellt wurde. Das Lidar-Modell wurde im April 2020 erstmals vorgestellt. Anwendungen sind zum Beispiel die Simulation von Überschwemmungen oder von Funkwellen, beispielsweise für die Planung des 5G-Netzwerkes.

Aber mit dem 3D-Modell sind auch spielerische Anwendungen möglich. Unter minecraft.geoportail.lu lässt sich ein Quadrat mit 500 bis 1.000 Meter Seitenlänge auf der Karte Luxemburgs auswählen. Der entsprechende Ausschnitt wird dann in eine Minecraft-Welt umgewandelt und kann heruntergeladen werden. So ist es möglich, seine Lieblingsorte Luxemburgs virtuell zu besuchen und nach Herzenslust zu verändern. Damit der Import in Minecraft reibungslos funktioniert, muss man die Java-Version des Spiels besitzen. Für die neuere Bedrock-Version müssen die Dateien erst mit einem speziellen Tool umgewandelt werden.

Wer das Spiel nicht besitzt, kann auf blocks.geoportail.lu eine Vorschau der bisher erstellten Luxemburger Minecraft-Welten sehen.

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