„Wir sind nicht gefährlich, sondern in Gefahr“

von | 13.11.2017

Für eine rechtliche Anerkennung der „sans papiers“ in Belgien: Demo mit rund 1.500 Teilnehmenden in der Brüsseler Innenstadt.

Für die rechtliche Anerkennung der „sans papiers“: Demo am 12. November 2017 in Brüssel. (Foto: T. Fuchshuber)

Klein war sie nicht, die Demonstration für die Rechte der „sans papiers“, die am gestrigen Sonntag in Brüssel stattgefunden hat. Rund 1.500 Menschen sind es laut der Polizei gewesen, die sich an der Gare du Nord zusammengefunden hatten. Sie waren einem Aufruf gefolgt, der unter anderem von der Asbl „SOS migrants“ und der Gewerkschaft FGTB unterzeichnet war. « Des travailleurs sans papiers sont aussi des travailleurs, avec les mêmes droits », so ein Gewerkschaftsvertreter.

In den belgischen Medien ging die Demonstration jedoch trotz ihrer Größe fast vollständig unter. Dort wird über die gewalttätigen Auseinandersetzungen debattiert, die es am Samstagabend nahe der Brüsseler Börse gegeben hat. Im Anschluss an das WM-Qualifikationsspiel Marokko gegen die Elfenbeinküste, das Marokko für sich entscheiden konnte und das die Teilnahme an der WM in Russland sichert, entwickelte sich die Feier von Fans der marokkanischen Mannschaft in der Brüsseler Innenstadt binnen kürzester Zeit zu einer Randale.

Die „sans papiers“-Demo hatte sich gegen die Stigmatisierung von Migranten gerichtet und gleiche Rechte für alle gefordert, was etwa Wohnen, Arbeit, Gesundheit und Bildung anbelangt. Eindrücke von der Demo gibt es bei „Sans Papiers TV“ zu sehen.

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