Srel/ADR: Mission Unterwanderung
Ist der Geheimdienst dabei, die Rechtsaußen-Partei zu unterwandern? Die neue „Srel-Affäre“ offenbart eine potenziell gefährliche Annäherung.
Wenn es in Luxemburg einen Preis für die verlogenste Pressemitteilung einer politischen Partei gäbe, dann käme die ADR sicher in die Top Ten. Letzten Freitag erdreistete ihr Pressesprecher sich doch tatsächlich, ihren Abgeordneten Gast Gybérien als Whistleblower hinzustellen und die bösartige Frage zu stellen, wieso die hiesigen Medien Menschen wie Antoine Deltour oder Raphaël Halet abfeiern und gleichzeitig den guten Gast attackieren. Davon abgesehen, dass hier wieder mal gezielt xenophobe Reflexe bedient wurden, ist dieser Vergleich absoluter Unsinn. Ein Whistleblower wartet nämlich nicht, bis der Skandal in den Medien ist, um anschließend zu behaupten er habe die Informationen schon drei Wochen vor der Veröffentlichung gehabt. mehr lesen / lire plus

Wenn er nicht gerade Luxemburg auf der Architektur-Biennale in Venedig vertritt oder die neue Melusina-Statue im Stadtgrund designt und einweiht, gibt sich Serge Ecker als ausgemachter Scherzkeks. So gehen einige sehr beliebte Internet-Memes, in denen Kulturpolitiker veräppelt werden, auf sein Konto. Und auch sonst ist der Jungunternehmer eher locker im Umgang – wie man bei der Vernissage von „Do Clouds Listen?“ letzte Woche miterleben konnte.
Auch für Nicht-Begeisterte der X-Men-Filme lohnt sich der Kino-Besuch: In Logan geht es weniger um Action und fliegende Fäuste, als um die Grenzen des Lebens, an die auch Superhelden zuweilen stoßen. Und wer es nicht mag, dem sei gesagt: Es ist auch das letzte Mal gewesen, dass Wolverine über die Leinwand fetzt.


Als sein Vater stirbt, kehrt Didier Eribon nach Reims, seiner Heimatstadt, zurück. Der in Paris lebende, homosexuelle Wissenschaftler entstammt der französischen Arbeiterklasse, hatte aber bei seinem „Klassenwechsel“ auch alle Verbindungen zu seinem Ursprungsmilieu gekappt – sogar die zu seine Familie. Nun begibt er sich auf Spurensuche in dieser Welt, die er vor langer Zeit hinter sich gelassen hat. Und diese Welt hat sich verändert: die abgehängte französische Arbeiterschaft, die sich wie Eribons Familie stets mit „der Partei“ – dem Parti communiste français – identifizierte, wählt nun Front national und schimpft statt über die Bourgeoisie über die MigrantInnen. Auf der Suche nach Erklärungen für diesen Wandel, die auch eine Suche nach seiner eigenen Identität ist, nimmt Eribon die LeserInnen auf eine schmerzhafte Reise in die soziale Realität Frankreichs mit, eine Reise, deren Bericht zwischen persönlicher Erzählung und soziologischer Analyse kunstvoll changiert.
Les déclassés du néolibéralisme forment la base sociale de l’extrême droite ; si seulement la gauche leur offrait une vraie perspective, la montée du populisme de droite pourrait être stoppée. C’est à cette lecture du phénomène des victoires d’extrême droite, très répandue au sein même de la gauche, que s’attaque le sociologue français Éric Fassin. Ainsi, il démonte, chiffres à l’appui, l’hypothèse selon laquelle les classes populaires auraient propulsé Trump au pouvoir aux États-Unis. Et s’attaque à une autre lecture largement acceptée de la montée en puissance des populistes de droite : celle du clivage entre néolibéralisme et populisme. Au contraire, Fassin avance l’idée que le populisme ne représenterait, d’une certaine manière, que le revers de la médaille néolibérale.
« La gauche a perdu la bataille de l’hégémonie culturelle. » C’est le constat qu’avait fait le politologue Gaël Brustier dans son précédent livre, « À demain, Gramsci ». Il y avait montré comment, pendant que la gauche classique française s’était concentrée sur les échéances électorales, la droite avait, notamment à travers la Manif pour tous, remporté la bataille des idées. Mais voilà que peu de temps après est apparu, dans le giron de la mobilisation contre la loi « travail », le mouvement Nuit debout (woxx 1369). À l’heure où la campagne électorale française montre peut-être les premières retombées politiques du mouvement avec un candidat Mélenchon qui a le vent en poupe, Brustier livre un récit détaillé et analytique du mouvement. 
Tous les ans, peu avant le discours sur l’état de la nation du premier ministre, paraît l’Almanach de la Caritas. Il fait le point sur les événements politiques et sociaux des douze derniers mois et propose une perspective pour l’année à venir. Mais l’édition présentée mardi dernier pourra en fait servir pour les 44 états de la nation à venir. En effet, le dossier 2017 est consacré au nombre magique d’1,1 million, le nombre d’habitants que le Luxembourg est supposé atteindre en 2060.
„Wer darf in Luxemburg noch wohnen?“ Diese Frage stellt die April-Ausgabe der Zeitschrift forum am Anfang ihres „Logements“-Dossiers, in dem sowohl die angespannte Situation auf dem Immobilienmarkt als auch neue Wohnformen und Wohnraumvermittlungs-Methoden vorgestellt werden. Neben geharnischter Kritik im Intro von Jürgen Stoldt, der nach Maßnahmen ruft, „die auch in die Eigentumsrechte eingreifen“ und damit eine staatliche Wohnungspolitik ermöglichen, die langfristig der ausufernden Gentrifizierung entgegenwirken kann, steht eine Stellungnahme des Direktors der Agence immobilière sociale, Gilles Hempel, der für eine Entkopplung der Nutzungs- von Eigentumsrechten eintritt. Weitere Beiträge beschreiben neue und alte „Lösungen“ für das Problem der Wohnungsnot – wie etwa Wohngemeinschaften oder Wohnungsbaugenossenschaften -, die schon lange nach einer angepassten Gesetzgebung rufen. 
Ils en avaient gros sur la patate, les socialistes eschois, lundi dernier. Et on les comprend : alors que pour la structure d’accueil planifiée sur le quai Neudorf – qui devrait ouvrir ses portes l’année prochaine -, ils s’étaient empressés d’installer la confiance et de désarmer les conflits potentiels par le dialogue, le gouvernement les a pris de court en leur mettant une nouvelle structure improvisée sous le nez. Pas étonnant dès lors que la bourgmestre Vera Spautz ne se soit pas installée sur le podium ce soir-là, préférant introduire la soirée depuis le public. 
Mehr als 20 Jahre war Karin Enser verantwortlich für den Kulturkalender der woxx. Auf zahllose Weisen hat sie ihre Verbundenheit mit dem Zeitungs-Projekt gezeigt. Uns die Koexistenz mit ihren geliebten Hunden zuzutrauen, immer mit in der Redaktion, war eine davon. Nichts war jedoch wichtiger, als dass sie allwöchentlich unsere Artikel gelesen hat. Wie niemand in der woxx hat Karin die Dialektik von Form und Inhalt journalistischer Texte verstanden und vertreten. Wohl mochte mancher von uns einem mäßig geschriebenen Artikel noch etwas abgewinnen, wenn er rare Informationen, ungewohnte Perspektiven bot: vor Karin durften die Verfasser nicht auf solche Gnade hoffen. Dürftig Formuliertes enttarnte sie konsequent als schlecht durchdacht. 