Rare Einblicke: Die toten Winkel unserer Welt

Dort fotografieren, wo sich niemand freiwillig hinwagt, das ist die Lebensaufgabe von Julia Leeb. Als freie Fotojournalistin berichtet sie seit über zehn Jahren aus Krisenregionen. In „Menschlichkeit in Zeiten der Angst“ blickt sie in Text und Bild auf ihre wichtigsten Reportagen zurück.

Vor fast genau zehn Jahren, im Februar 2011, begann auf dem Tahrir-Platz in Ägypten der „Arabische Frühling“. Julia Leeb war mittendrin und fotografierte; wie so oft, wenn sie sich an Orte wagt, von denen andere Menschen fliehen. Die Fotojournalistin war in den vergangenen zehn Jahren an vielen solcher Orte. Nun teilt sie einige der Eindrücke, die sie dabei gewonnen hat. mehr lesen / lire plus

Als Reporter in Griechenland: „Wenn du nichts riskierst, hast du kein Foto“

In Griechenland ist es bei Demonstrationen zu massiven Polizeiübergriffen auf Journalisten gekommen. Ein Gespräch mit dem griechischen Fotoreporter Aristotelis Sarrikostas über seine Arbeit während der Militärdiktatur und die gegenwärtige Situation.

Ein Foto von Aristotelis Sarrikostas, das zum Symbol wurde: Panzer der griechischen Militärjunta rücken in den frühen Morgenstunden des 17. November 1973 auf das Gelände des besetzten Athener Polytechnikums vor. (Foto: Aristotelis Sarrikostas)

woxx: Polizeigewalt, Einschüchterung, Zensur – die Situation für Journalistinnen und Journalisten in Griechenland verschlechtert sich. Eine starke Interessenvertretung wäre gefragt. Warum gibt es eine solche nicht?


Aristotelis Sarrikostas: Als Fotoreporter und auch bei der beruflichen Interessenvertretung haben wir leider nicht begriffen, welche Macht in unseren Händen liegt. mehr lesen / lire plus

#OpenLux : Le buffet est ouvert

L’enquête OpenLux menée par « Le Monde », l’OCCRP et 15 autres partenaires médiatiques a rouvert la plaie de la place financière. Et le Luxembourg, comme tous les autres pays, n’aime pas les craquelures dans l’image qu’il se fait de lui-même.

Le Luxembourg reste bien un passage obscur pour l’argent du monde entier. (Photo : Patrick Galbats)

Peut-être que ce pays a abrité une forteresse pendant trop longtemps. Le fait que des informations sur l’enquête OpenLux circulaient déjà dans les grandes rédactions du pays bien avant que « Le Monde » ne lâche son teaser sur les réseaux sociaux en dit long : les seuls à être au courant étaient les ministères et institutions auxquels les journalistes avaient adressé leurs questions. mehr lesen / lire plus

#OpenLux : Sous le RCS, la plage

OpenLux, une attaque menée par des centres financiers étrangers jaloux du triple A ou la preuve que le Luxembourg est un État vampire que l’Europe nourrit en son sein ? Les réactions permettent aussi d’entrevoir des nuances, inaudibles dans l’agitation générale.

Les nuances ne sont parfois pas visibles au premier coup d’œil, en ce qui concerne la critique de la place financière non plus. (Photo : Patrick Galbats)

En feu, il l’était, le député Déi Lénk David Wagner à la tribune de la Chambre des député-e-s, lors du débat qui a suivi la déclaration gouvernementale sur OpenLux. Foudroyant le populiste de droite Fernand Kartheiser pour ses mensonges sur la « Sueddeutsche Zeitung », il a enchaîné par une diatribe contre ses collègues et le gouvernement pour leur attitude mécréante envers les médias internationaux et locaux. mehr lesen / lire plus

#OpenLux : Los Differdangeles

L’argent criminel n’est pas toujours là où on le suppose : c’est ce qui ressort d’une enquête commune du woxx avec ses partenaires sur les réseaux de la ’Ndrangheta dans le sud du pays.

En matière de pratiques douteuses, Differdange a plus à montrer que l’abri de jardin de son ancien bourgmestre. (Photo : woxx)

« Le mafieux qui laisse inscrire son vrai nom dans un registre public est le mafieux le plus stupide du monde » : telle a été la réaction du député ADR Roy Reding aux enquêtes OpenLux. Pas sûr que S.R., mafieux italien arrêté au Luxembourg en 2019, apprécie cette sortie. mehr lesen / lire plus

#OpenLux : Les 13 boîtes de Pornhub

S’il était connu que la société Mindgeek est la succursale luxembourgeoise de l’empire du porno, l’enquête OpenLux a permis d’en dénicher une douzaine de plus. Il semble aussi que ses bénéficiaires ne soient pas les plus assidus en termes de déclarations.

Logo : Pornhub

L’automne 2013 doit avoir été un mois particulièrement riche pour un notaire eschois. Acter des cessions, renommer des sociétés et remplacer les gérances sont des actes coûteux, et si les clients sont derrière une bonne douzaine de sociétés, ça rapporte. Les documents que nous avons pu trouver grâce à l’accès OpenLux confirment aussi ce que d’autres médias ne faisaient que suspecter : en 2013, Fabian Thylmann, le fondateur allemand de l’empire porno, a cédé toutes ses parts dans les sociétés de Manwin à ses collègues Feras Antoon et David Tassillo, qui depuis sont à leur tête et les ont renommées en Mindgeek. mehr lesen / lire plus

Schoul doheem: The Kids Are Not Alright

Schulunterricht zu Hause ist nicht für alle Schüler*innen machbar. Unter den weniger privilegierten Kindern und Jugendlichen befinden sich auch junge Asylbewerber*innen. Ihre Situation ist vor allem auf psychischer Ebene alarmierend.

Unbeschwerte Kindheit und Jugend? Die sanitäre Krise weckt in manchen jungen Asylbewerber*innen alte Traumata. (Copyright: CC BY bluesbby SA 2.0)

Schulunterricht zu Hause? Weltweit stehen Schüler*innen – teilweise zusammen mit ihren Erziehungsberechtigten, die ihnen helfend zur Seite stehen müssen – vor der Herausforderung, Lerninhalte zu Hause abzuarbeiten und sich digital mit ihren Lehrkräften zu vernetzen. Nach einer Umfrage des Bildungsministeriums ist der Heimunterricht sowohl für die Mehrheit des Personals als auch für die Erziehungsberechtigten nach einer Eingewöhnungsphase inzwischen kein Problem mehr. mehr lesen / lire plus

Digitales Lernen in der Corona-Krise: „Spannende Zeit der Reflexion“

Seit 15 Jahren ist Bob Reuter an der Universität Luxemburg als Dozent für Psychologie tätig. Wir haben mit ihm über Homeschooling, digitale Lehrmethoden und soziale Ungleichheiten gesprochen.

Seit 15 Jahren ist Bob Reuter an der Universität Luxemburg als Dozent für Psychologie tätig. (Bildquelle: Sascha Helsper)

woxx: Wie haben Sie die letzten Wochen erlebt?


Bob Reuter: Mein bisheriges Fazit ist recht positiv und hoffnungsvoll. Dadurch, dass an der Universität Luxemburg schon seit fünfzehn Jahren mit dem Lernmanagementsystem Moodle gearbeitet wird, waren viele Dozenten gut auf die Fernlehre vorbereitet. Hinzu kommt, dass der Fokus unseres Studienganges auf Projektlernen und Lernen durch Problemlösen liegt, was in dieser Situation ebenfalls von Vorteil ist. mehr lesen / lire plus

Autofestival-Kaufberatung: Der Teufel fährt Tesla

Für unterschiedliche Bedürfnisse gibt es nicht die eine Lösung. Wer jetzt einen Neuwagen kauft, sollte sich die Elektroautos ansehen … und alle anderen, bis hin zu den Dieseln.

Tücken der Mobilitätswende: Hightech-Auto Renault Zoe beim Laden am Kellerfenster mit der Bettermann-Ladebox. (Foto: Wikimedia/Jakob Härter/CC BY-SA 2.0)

 

Autos: Man hasst sie oder man liebt sie. Autofestival: Man boykottiert es oder man nutzt es, um sich „einen Neuen“ zuzulegen. In diesem Spannungsfeld – überspitzt dargestellt – bewegen sich seit zwei Jahrzehnten die woxx-Artikel zum alljährlichen Großereignis Ende Januar in Luxemburg. Und geben Orientierung für Leser*innen, die versuchen, beim Autokauf einen Kompromiss zwischen Preis, Leistung und Umweltverträglichkeit zu finden. mehr lesen / lire plus

Strassenfotografin Vivian Maier
: „Her way, or no way“

Die Fotografin Vivian Maier hat Zeit ihres Lebens nie ausgestellt. In ihrem Nachleben hat sie sich daher einen legendären und geheimnisumwitterten Ruf erworben. Mit einer fulminanten Biografie hat die Fotokünstlerin und Wissenschaftlerin Pamela Bannos nun ein wenig Schärfe in das verschwommene und verzerrte Bild von Vivian Maier gebracht.

„Neugier und sogar Voyeurismus sind die Basis der Straßenfotografie“: Vivian Maier-Biografin und Fotografie-Professorin Pamela Bannos über das Genre, in dem die Arbeiten von Vivian Maier anzusiedeln sind. 
(Foto: Unpublished work © 2017 The Estate of Vivian Maier. All rights reserved.)

Verweigerung in der Kunst ist ein Akt, der nicht zuletzt auf die Aura des Geheimnisvollen, auf ästhetische Steigerung spekuliert. mehr lesen / lire plus

Vivian Maier-Biografin Pamela Bannos
: „Es ging ihr um den Akt 
des Fotografierens“

Die Geschichte der Fotografin Vivian Maier wurde bislang vor allem so erzählt, dass ihr Werk sich damit gut vermarkten lässt. Im Gespräch mit der woxx erklärt die Maier-Biografin Pamela Bannos, weshalb sie denkt, dass ihre Version die richtige ist.

Auf der Suche nach Vivian Maier: Das Selbstporträt ist ein zentraler Bestandteil von Maiers Werk. (Foto: Unpublished work © 2017 The Estate of Vivian Maier. All rights reserved)

woxx: Ist Vivian Maiers Biografie eine traurige Geschichte?


Pamela Bannos: Nein. Sie hatte ein sehr erfülltes Leben. Es gibt eine Dissonanz zwischen der „oral history“ und der Geschichte, die ihre Fotografien erzählen. Was wir aus ihnen lernen, liegt länger zurück als das, was heutzutage Leute von ihr erzählen, die sie noch gekannt haben. mehr lesen / lire plus

Straßenfotografie in Luxemburg
: „Das Smartphone 
ist kein Tabu“


Paul Bintner gehört zu den Gründer*innen des Kollektivs „Street Photography Luxembourg“. Die woxx hat sich mit ihm über das Fotografieren in Luxemburg-Stadt, Spontaneität und das Überschreiten von Grenzen unterhalten.

Zwischen Vorhersehbarkeit und Sich-Treiben-Lassen: Straßenfotografie auf der Suche nach der Perspektive. (Foto: Paul Bintner)

woxx: Weshalb wurde „Street Photography Luxembourg“ gegründet?


Paul Bintner: Das ging daraus hervor, dass ich vor knapp fünf Jahren angefangen habe, Fotos in der Stadt, also „street photography“ zu machen. Ganz auf mich allein gestellt, war mir das auf die Dauer etwas zu langweilig. Deshalb habe ich Mitstreiter*innen gesucht und wir haben uns dann zu einem Kollektiv zusammengeschlossen. mehr lesen / lire plus

Serie: What the facts?! (8): (Miss)traue deinen Augen

Sie wollen unsere Sehgewohnheiten irritieren und so eine kritische Distanz gegenüber der Manipulierbarkeit filmischer Bilder begünstigen: dazu greifen FilmemacherInnen zu vielfältigen Methoden. Letzter Teil unserer Serie über das „Postfaktische“.

Eine eigens für den Film „Caché“ gemachte Aufnahme – oder etwa doch nicht? (Bildquelle: Must See Cinema)

Illusion, Manipulation, das Nebeneinander von verschiedenen Wahrheiten und Wirklichkeiten, die Bekräftigung von Vorurteilen und Stereotypen – all diese Elemente sind aus Diskursen rund um die Filmkunst nicht wegzudenken. Das beginnt bereits damit, dass filmische Bilder immer schon artifiziell gestaltet sind, idealerweise auf eine möglichst unauffällige Weise. Allein dieser Umstand kann ein gewisses Unbehagen auslösen. Von „unsichtbarem Schnitt“ und „Kontinuität“ ist dann beispielsweise die Rede: Um ein möglichst ungestörtes Eintauchen in die Filmwelt zu gewährleisten, sollen die einzelnen Einstellungen aufeinanderfolgen, ohne den Erzählfluss zu beeinträchtigen; das Publikum soll nicht daran erinnert werden, dass es gerade einen Film anschaut. mehr lesen / lire plus

Série : What the facts ?! (7)
 : Journalisme et vérité(s)

Objets de haine ou d’espoir, les journalistes sont interpellés par la discussion sur les « fake news ». L’esprit critique qui fait partie du métier devrait s’exercer non seulement contre les « méchants populistes », mais aussi contre le mainstream… et contre eux-mêmes.

Les quatre vérités ? Un caractère mobile d’imprimerie, vu sous trois angles différents. Depuis leurs débuts, les technologies de communication ont été utilisées pour mentir… et pour réfuter les mensonges. (Wikimedia / Alba Diez Martinez / CC BY-SA 3.0)

Ouf, on a eu chaud ! Lors des élections françaises, les perfides manipulations des puissances de l’ombre – la Russie et l’extrême droite américaine – ont échoué. mehr lesen / lire plus

Serie: What the Facts ?! (6)
: Wahn oder Wahrheit

Die Welt ist kompliziert – deshalb ist man zuweilen dankbar für simple Erklärungen. Doch dieses Bedürfnis macht auch Verschwörungsdenken attraktiv. Teil VI unserer Serie über das „Postfaktische“.

Freude über einen gelungenen Streich? John Young, Astronaut der Apollo 16, springt auf der Mondoberfläche herum. Manche behaupten allerdings, dass die Mondlandungen in einem Filmstudio „gefaked“ worden sind. (Foto: Wikimedia)

Was unter Verschwörungsdenken zu verstehen sei, ist durchaus nicht unumstritten. Manche Beispiele scheinen eher eindeutig: So hat die woxx im vergangenen Sommer ein Porträt über zwei „Anti-Chemtrail“-AktivistInnen veröffentlicht. Eine von ihnen hatte eine Petition gegen die angebliche Ausbringung von absichtlich krankmachenden Chemikalien durch Flugzeuge lanciert. mehr lesen / lire plus

Série : What the Facts?! (5)
 : Sous pression


Même si elle est une des premières concernées, on ne pense pas souvent à la presse quand on parle de « vérités alternatives », voire post-factuelles. Est-ce une bonne nouvelle ? Nous explorerons quelques pistes dans ce cinquième épisode de notre série.

L’équation « Fox News Is Fake News » est aussi vieille que l’humanité. (Photo : © Wikicommons)

Début avril 2017, une chose inédite s’est passée dans le paysage médiatique luxembourgeois. Pour la première fois de son histoire, le Conseil de presse a fait usage de sa possibilité de donner un « blâme formel » (« formelle Rüge » dans le texte du communiqué de presse) à l’encontre d’un de ses membres, le groupe RTL. mehr lesen / lire plus

Serie: What the facts?!
 (4): Für jeden eine Wahrheit


Politik beruht auf der Bereitschaft, zuzuhören, die eigenen Überzeugungen zu hinterfragen und anderen entgegenzukommen. Die Erosion dieser Offenheit erzeugt das Gefühl, in einem post-truth-Zeitalter zu leben. Teil IV unserer Serie über das „Postfaktische“.

Verteidigt den Universalismus: Der Publizist Kenan Malik. (Foto: Wikimedia)

Gefälschte Nachrichten. Alternative Fakten. Post-truth-Politik. Diese drei Themen beherrschen die derzeitigen Diskussionen. Sie sind verbunden mit der Sorge darüber, wie wir zwischen wahren und falschen Behauptungen unterscheiden können, und sie alle sind dem Anschein nach mit der Wahl von Donald Trump zum US-amerikanischen Präsidenten verknüpft. Trumps Wahlsieg wurde in den Augen vieler von einer Welle gefälschter Nachrichten begünstigt. Seine Neigung zu lügen, wie beispielsweise über die Anzahl der Zuschauer bei seiner Amtseinführung, wurde von seiner Beraterin Kellyanne Conway zur Akzeptanz „alternativer Fakten“ umgedeutet. mehr lesen / lire plus

Série : What the facts?!
 (3) : Entre sphère publique et filter bubble


Qui dit « fake news » pense aux réseaux sociaux, sans qui le phénomène n’existerait pas. Comment l’outil émancipateur qu’a été l’internet jusqu’à récemment a-t-il pu devenir le véhicule d’un renouveau antidémocratique ?

Les réseaux sociaux, un danger pour les démocraties occidentales ? C’est ce que voudraient faire croire certains.

En 2016, saint Nicolas a apporté les « fake news » au Luxembourg. Fidèle à cette tradition grand-ducale qui veut que tout arrive un peu plus tard ici qu’ailleurs, le pays a vu se dérouler sa première polémique de l’« ère post-vérité » ou « post-factuelle ». Le député CSV Marc Spautz l’avait déclenchée par un long message sur les réseaux sociaux, message selon lequel « certaines » écoles auraient interdit aux élèves de fêter la Saint-Nicolas – une hypothèse aussitôt démentie par le ministère de l’Éducation et identifiée comme mensonge par la suite. mehr lesen / lire plus

Serie: What the facts?! (2): Tote Fakten, zum Leben erweckt


Immer schön bei der Wahrheit bleiben! Das Beharren auf dem, was nachweislich der Fall ist, erscheint im „postfaktischen Zeitalter“ als ein Grundpfeiler der Demokratie. Doch wer die Fakten aufs Korn nimmt, hat nicht zwangsläufig wahrheitsfeindliche Propaganda im Sinn. Teil II unserer Serie über das „Postfaktische“.

Wendete sich bereits 1923 gegen einen Fakten-Fetischismus auch in der kommunistischen Bewegung und damit gegen die Reduktion der Idee der Weltveränderung auf ein bürokratisch-technisches Programm: der ungarische Philosoph Georg Lukács. (Quelle: gyorgylukacs.wordpress.com)

Vor ein paar Jahren gab es in einer Brüsseler Buchhandlung ein kleines Notizbüchlein zu kaufen. Fakten sind der Feind der Wahrheit, stand darauf in Englisch zu lesen: „Facts are the enemy of truth“. mehr lesen / lire plus

Serie: What the facts?! (1)
: Die Lüge höret nimmer auf


„Fake news“, „post-truth“, „postfaktisch“ – neue Schlagwörter erobern die Medienwelt. Doch was ist damit eigentlich gemeint?

Rechtsradikale demonstrieren in Frankfurt am Main gegen die „Lügenpresse“: Unter Verwendung dieses Terminus hatte das Deutsche Reich im Ersten Weltkrieg Berichte ausländischer Medien über das barbarische Verhalten der deutschen Besatzer in Belgien abgestritten. (Foto: Wikimedia)

Am 23. März 1848 erschien die erste Ausgabe des „Luxemburger Wort“. Der Untertitel verkündete stolz, wofür das Blatt künftig einzutreten versprach: „für Wahrheit und Recht“. Und doch sollte kaum mehr als ein Monat vergehen, ehe die papsttreue Zeitung als „schmähliches Blatt“ bezeichnet und der Lüge bezichtigt wurde.

Vorgebracht hatte die Vorwürfe Joseph Seelhof. mehr lesen / lire plus