ROCK: Garage is back

Black Rebel Motorcycle Club haben ihre akkustische Phase überstanden und kehren wieder zum effizienten Rock’n Roll Standard zurück. Ihr Tourkalender sieht einen Halt in Luxemburg vor.

Böse Buben und
trotzdem durchgestylt:
Black Rebel Motorcycle Club
haben den Garage-Hype
überlebt und wollen es noch einmal wissen.

„Elements“ nannten Robert Been und Peter Hayes ihre Band, bis sie merkten, dass schon viele Rockgruppen unter dem gleichen, recht unoriginellen Namen auftraten. Der Black Rebel Motorcycle Club (BMRC), die von Marlon Brando angeführte Motorradgang aus dem Film „The Wild One“, begeistertete die beiden so sehr, dass sie fortan entschlossen, ihre Band genauso zu nennen. Doch ein angesagter Name war nicht alles: Es fehlte ein Schlagzeuger!

Der Engländer Nick Jago, der mit seinen Eltern nach Kalifornien umgezogen war, schien der richtige Kandidat für den noch zu besetzenden Posten. Man tat sich also zusammen und probte fleißig die Songs, die Been und Hayes schon in ihrer High-School Zeit geschrieben hatten. Dies war das Jahr 1998, und BRMC machten sich so langsam einen Namen in San Francisco.

Ein Jahr später zogen die drei auf der Suche nach interessierten Plattenfirmen nach Los Angeles. Virgin Records zeigte sich bereit, die Rocker zu vermarkten und überließ ihnen sogar die künstlerische Freiheit über ihr Werk. Im April 2001 veröffentlichten Black Rebel Motorcycle Club ein selbstbetiteltes Debütalbum; die erste Single, „Whatever Happened to My Rock’n Roll“ wurde sogleich zein Erfolg. Dies geschah gerade rechtzeitig um sich der kommenden, von den Strokes initierten Garagenrock-Revolution anzuschließen. Besonders die Briten schienen dem Hype verfallen, und so traten die drei Musiker 2002 als Opener für Oasis in der Londoner Royal Albert Hall auf. Nach ausgiebigem Touren zog es die Band erneut ins Tonstudio, um die 2003 erscheinende Ep „Take Them On, On Your Own“ aufzunehmen. Zum Medienhype gehören auch die obligatorischen Drogenexzesse. So auch Black Rebel Motorcycle Club: Die Band trennte sich zeitweilig von Nick Jago, dem es plötzlich schwer fiel, rechtzeitig oder überhaupt zu seinen eigenen Konzerten zu erscheinen. „Howl“, das dritte Album der restlichen braven Rebellen klang dann auch nüchterner: Man könnte glauben sie hätten zum ersten Mal durchgeatmet und den plötzlichen Erfolg verarbeitet.

Heute haben die Bandgründer Jago seine kleinen Fehltritte verziehen und die Verzerrer-Pedalen wieder angeschlossen: BRMC kehren zu ihren treibenden Hard Rock Wurzeln zurück. Ihr neuester Longplayer, „Baby 81“, kann somit problemlos Rolling Stones Fans der ersten Stunde wie auch deren Enkel begeistern. Am 21. November werden  BRMC im Atelier auftreten, eine der wenigen intimeren Shows der Tour. Die Luxemburger John McAsskill werden einen knackig-rockigen Start in den Abend sichern.

BRMC, am 21. November im Atelier
www.blackrebelmotorcycleclub.com


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