ORIENTIERUNG: … dann um 180 Grad drehen

von | 14.09.2007

Was ist aus „dës woch“ und dem Kultur-Highlight geworden? Wo finde ich den Kinoartikel? Die Seitenaufteilung der woxx hat sich stark verändert. Hier lesen Sie, wo was steht – und warum.

Wie können wir das, was wir bereits jetzt gut machen, besser und konsequenter machen? Das war die Frage, die am Anfang der Seitenaufteilung der neuen woxx stand. Im Laufe der Jahre hat sich die Zeitung als zuverlässige Quelle von Informationen, besonders in alternativen Themenbereichen, etabliert. Mit unseren längeren Beiträgen wie „dës woch“ und „dossier“ haben wir Details und Hintergrund zu wichtigen Sachverhalten geliefert, wie Sie es von einer Wochenzeitung erwarten können. Schließlich die woxx-Agenda, die den LeserInnen einen umfassenden Überblick über die Kulturereignisse in Luxemburg und der Großregion verschafft.

LeserInnen!? Wo wird denn überhaupt noch Zeitung gelesen im Zeitalter des Internet, so lautete die zweite Frage. Die Antwort, überspitzt formuliert: in der Tram, auf dem Sofa und am Samstagnachmittag. Ganz klar, wenn es darum geht, sich binnen kurzer Zeit einen Überblick über wichtige Neuigkeiten zu verschaffen, gerade auch unterwegs, dann hat die Zeitung einen Trumpf auszuspielen. Auch wenn unser neues Format etwas kleiner ist, eine Nachricht oder ein Kurzinterview liest sich immer noch besser auf 26 mal 36 Zentimetern als auf dem Display eines Handys mit Internet-Anschluss. Und die wenigsten Leute setzen sich mit dem Notebook aufs Sofa, wenn sie sich gemütlich einen flott geschriebenen Hintergrundartikel reinziehen wollen.

Diesen beiden unterschiedlichen Funktionen einer Zeitung entsprechen unsere beiden vorderen Teile. Im News-Teil finden Sie kürzere Beiträge mit aktuellen Informationen, inklusive Kommentar und zivilgesellschaftlichen Wortmeldungen. Danach folgen im Regards-Teil aufwändig recherchierte und zum Schmökern einladende Hintergrundartikel.

Zeitung liest man, überspitzt formuliert, bald nur noch in der Tram, auf dem Sofa und am Samstagnachmittag.

Bleibt der Agendateil, mit Sachinformationen zu Veranstaltungen, Kinofilmen und Ausstellungen – und neuerdings eigenem Cover. Uhrzeiten und Telefonnummern kann man sich sicher auch aus dem Internet holen (unter anderem von agenda.woxx.lu). Was man aber online nicht so leicht findet, wenn man auf der Suche nach dem richtigen Film oder Konzert für den Samstagabend ist, ist eine qualifizierte Bewertung der Angebote. Deshalb tauchen unsere Rezensionen, zusammen mit dem Kinotipp und dem „erausgepickt“, jetzt im Agenda-Teil zwischen den Terminen auf. Sie wissen schon: … um 180 Grad drehen.

Dafür entfällt der reine Kulturteil, bisher unter dem Namen „magazine“ zwischen politischem und Agenda-Teil zu finden. Tiefgründigere Kulturartikel finden ihren Platz im Regards-Teil, der jetzt wirklich Magazin-Charakter bekommen wird. Längere Beiträge in einem lesefreundlichen und lockeren Stil zu verfassen, dieser Herausforderung, haben wir im Frühjahr ein Seminar gewidmet. Befürchtungen, die woxx werde dadurch seicht und unpolitisch, sind unbegründet. Magazinstil bedeutet für uns nicht, den Unterhaltungswert in den Vordergrund zu stellen. Aber über komplexe Sachverhalte wollen wir auf eine Art schreiben, dass die LeserInnen Lust haben, sich damit abzugeben. Informationen zu liefern und Profil zu zeigen sind für uns auch im Regards-Teil eine Selbstverständlichkeit.

Wie gesagt, wir wollen vor allem das Gute noch besser machen. Und hoffen, dass Sie Gefallen daran und Nutzen darin finden. Für Anregungen, Kritik – und Lob – Ihrerseits sind wir dankbar.

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