Monsanto ist bekannt für seine „bahnbrechenden“ Entwicklungen in Sachen Gentechnik, zum Beispiel das Roundup-Ready-Soja: Die so veränderten Pflanzen sind gegen das ebenfalls von Monsanto produzierte, namensgebende Pestizid resistent und ermöglichen daher eine besonders „effiziente“ Bekämpfung von „Unkräutern“. Monsanto ist auch dafür bekannt, solche Entwicklungen auf agressive Art patentrechtlich zu schützen. Am vergangenen Dienstag hatte der Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg darüber zu befinden, ob importiertes Mehl aus Gensoja ebenfalls vom EU-Patentschutz abgedeckt ist. Der Konzern setzte darauf, mittels seines europäischen Patents den Import diese Mehls aus Argentinien, wo Monsanto über kein solches Patent verfügt, verbieten zu lassen. Die gute Nachricht: Das Gericht entschied, der Patentschutz gelte nicht für „totes“ Pflanzenmaterial, und verpasste Monsanto damit einen Dämpfer. Die schlechte: Der Import von argentinischem Gensoja-Mehl in die EU – laut Reuters derzeit im Gegenwert von drei Milliarden Euro – geht weiter.
Aufklärung für begrüßte Tabakbekämpfung
Im Rahmen einer EU-Direktive ist seit Anfang Januar ein neues Anti-Tabak-Gesetz in Kraft. Vorschriften für Tabak- und Nikotinprodukte wurden verschärft und deren Konsum eingeschränkt. Neu ist in erster Linie der Höchstgehalt von Nikotin in Beuteln: maximal 0,048 mg dürfen diese pro Einheit oder Gramm enthalten. „Zusatzstoffe wie Koffein,...

