CSJ für Zweiklassenmedizin und auch nicht

Eigentlich wäre die Aufhebung der Beitragsgrenze die einfachste Lösung gewesen, um das Defizit der Gesondheetskees aufzufangen – ohne Beitragserhöhung für die breite Masse der Versicherten. Doch will sich die CSV wohl die Besserverdienenden warm halten für eine weitere Reform. „In der Tat fordern wir, dass die Gesundheitskasse ihren Leistungskatalog auf medizinisch notwendige und evidenzbasierte Leistungen fokussiert, und dass neben dem solidarischen Finanzierungsmodell ein privates Zusatzversicherungssystem etabliert wird, welches alle weiteren Leistungen übernimmt“, heißt es in einem Pressecommuniqué der christlich-sozialen Jugendorganisation. Das würde erlauben die Beitragssätze zur gesetzlichen Versicherung nach unten anzupassen, „während die Beiträge für Zusatzleistungen ihrem gewünschten Ausmaß gemäß steigen würden“. Dass Wunsch und Wirklichkeit, insbesondere bei Geringverdienern, hier auseinander zu driften drohen, das verschweigt die CSJ. Andererseits verwahrt sie sich gegen den Verdacht, eine Zweiklassenmedizin einführen zu wollen, da ihre Vorschläge sich nur auf „medizinisch nicht notwendige Leistungen“ begrenzen sollen. Wobei „die Frage ,Was ist medizinisch notwendig?’ fern jeder ideologischen Erwägungen mit Blick auf Kosten und Nutzen des Angebotes gestellt werden“ soll. Ihr lieben Ärzte: Hört lieber nicht auf mit streiken, die Reform der Reform wird noch grausamer.


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