Anlässlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der Statec am Dienstag einige aktualisierte Kernzahlen zu Arbeit und Arbeitnehmenden in Luxemburg veröffentlicht. So waren Ende 2025 von den 494.000 beschäftigten Arbeitnehmer*innen knapp die Hälfte (47 Prozent) aus dem Grenzgebiet. Auch zeigte sich, dass das „klassische“ Arbeitsmodell, ein unbefristeter Vertrag in Vollzeit bei Tagesarbeitszeit nur noch für ein Drittel der in Luxemburg ansässigen Personen zutrifft. Die anderen zwei Drittel üben eine Form atypischer Arbeit aus, gekennzeichnet durch Teilzeitarbeit, Wochenendarbeit oder versetzte Arbeitszeiten. Deutliche Unterschiede zeigten sich auch nach Geschlecht: Während 61 Prozent der Frauen ihr berufliche Situation aus familiären Gründen anpassten oder ihre Karriere unterbrachen, waren es bei Männern 45 Prozent. Seit 2023 stieg die Anzahl der befristeten Arbeitsverträge 2025 von 7,4 auf 9,1 Prozent an. Auch beim Thema Arbeitszeiten hat sich die Arbeitsrealität stark verändert: 36 Prozent der Beschäftigten arbeiten zumindest gelegentlich abends, 15 Prozent nachts, rund 29 Prozent samstags und 21 Prozent sonntags. Parallel dazu bleibt auch das Homeoffice ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags: Rund 36 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Insgesamt zeigen die Zahlen eine zunehmende Fragmentierung der Arbeitswelt, in der flexible, aber oft auch weniger planbare Arbeitsformen an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig bestehen weiterhin strukturelle Ungleichheiten, insbesondere mit Blick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Debütroman von Clara Heinrich: Sorge als Haltung
Clara Heinrich vereint in „Pusztagold“ Landleben, Care-Arbeit und Klimakrise. Ein sprachlich besonderer Roman, der zurecht mit dem Clemens-Brentano-Preis für Literatur ausgezeichnet wurde.

