Lesen geht durch den Magen

Mut zu mehr Individualität, das war die Botschaft, die Claude Poissenot, Soziologe am „Centre de Recherche sur les Médiations“ an der Uni Nancy seinen ZuhörerInnen mit auf den Weg gab. Die Nationalbibliothek hatte zu der Veranstaltung „Publics au coeur des bibliothèques“ geladen – ein Thema mit dem die Bibliotheken tagtäglich konfrontiert sind: So haben diese Einrichtungen heute nicht nur mit niedrigen Besucherzahlen zu kämpfen. Sie stellen auch einen Generationswechsel ihrer Klientel fest. Es sind vor allem ältere Semester und kaum Jugendliche, die in den Lesesälen sitzen oder Bücher ausleihen, und es sind vor allem höhere Bildungsschichten. Um daran etwas zu ändern, erinnert Poissenot die Bibliotheken an ihren Dienstleistungsauftrag und gemahnt sie, die Bevölkerung mit ihren Wünschen wahrzunehmen, statt nur Bildungsansprüche geltend zu machen. Erfolgreich seien Bibliotheken, die zwei getrennte Flügel, einen für wissenschaftliche Lektüre und Recherche und einen anderen für populäre Literatur, Manga-Comics oder Videospiele hätten. Wichtig sei auch das leibliche Wohl, der Körper dürfe nicht vergessen werden – ein Café oder ein Restaurant sollte zum Inventar einer Bibliothek gehören.


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