Mangel an Kinderbetreuungsplätzen und das Ausbleiben einer ausreichenden finanziellen Unterstützung der Eltern seien Gründe für die geringe Geburtenrate in der EU – so heißt es in dem Bericht der sozialistischen Europadeputierten Françoise Castex. Unter Berufung auf diese Ergebnisse will die CSV-Abgeordnete Nancy Kemp-Arendt in einer rezenten parlamentarischen Frage an das Familien-, Sozial- und Finanzministerium wissen, wie die Versorgung für Kinder unter vier Jahren in Luxemburg aussieht. In ihrer Antwort räumen die zuständigen Ministerien ein, dass nur für rund 18 Prozent der Kinder Ganztagsversorgungsstrukturen vorhanden seien – was unterhalb der von der EU geforderten Quote von einem Drittel liege. Jedoch gebe es bisher kaum Wartelisten: So seien 2007 durchschnittlich zehn Prozent der verfügbaren Plätze in konventionierten Krippen nicht besetzt gewesen. Problematisch sei einzig die je nach Bevölkerungsdichte ungleichmäßige Verteilung der Angebote über das ganze Land.
Europäische Chemikalienpolitik: Giftige Prokrastination
2022 verkündete die EU-Kommission das Ziel „Null Verschmutzung“ und sagte damit giftigen Chemikalien, die Mensch und Umwelt belasten, den Kampf an. Passiert ist seitdem wenig, denn: Die Kommission steht sich selbst im Weg.

