Krach um Findel vorprogrammiert

von | 09.05.2008

Vor zwei Wochen weihte Transportminister Lucien Lux die neue Aérogare ein, die bis zu drei Millionen Passagiere im Jahr abfertigen kann – heute sind es gerade mal die Hälfte. Am vergangenen Donnerstag stellte Umweltminister Lucien Lux die Aktionspläne gegen Lärmbelästigung, insbesondere durch den Flughafen, vor. Es erstaunt kaum, dass eine Maßnahme auf Lux Liste fehlt: die Begrenzung der Anzahl von Flugbewegungen. Der Minister hofft darauf, dass eine Optimierung der Flugbahnen und neue Triebwerktechnologien das Mehr an Bewegungen ausgleichen können. Doch auch die Lärmkartographie, die als Grundlage für die Aktionspläne dienen soll, gibt Anlass zu Kritik: So liegen zum Beispiel die EinwohnerInnen von Bonneweg unter dem Lärmpegel, der für die Subventionierung von Dreifachverglasung erforderlich ist – eine Einschätzung, die für die Betroffenen unverständlich sein dürfte. Mit zweifelhaften Berechnungsmethoden erreicht der Umweltminister, dass der finanzielle Impakt der Lärmbekämpfung gering bleibt. Aber auch, dass Bürgerverbände und Mouvement écologique vor Gericht ziehen und, wie gewohnt, gegen den Staat Recht bekommen.

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