Vor zwei Wochen weihte Transportminister Lucien Lux die neue Aérogare ein, die bis zu drei Millionen Passagiere im Jahr abfertigen kann – heute sind es gerade mal die Hälfte. Am vergangenen Donnerstag stellte Umweltminister Lucien Lux die Aktionspläne gegen Lärmbelästigung, insbesondere durch den Flughafen, vor. Es erstaunt kaum, dass eine Maßnahme auf Lux Liste fehlt: die Begrenzung der Anzahl von Flugbewegungen. Der Minister hofft darauf, dass eine Optimierung der Flugbahnen und neue Triebwerktechnologien das Mehr an Bewegungen ausgleichen können. Doch auch die Lärmkartographie, die als Grundlage für die Aktionspläne dienen soll, gibt Anlass zu Kritik: So liegen zum Beispiel die EinwohnerInnen von Bonneweg unter dem Lärmpegel, der für die Subventionierung von Dreifachverglasung erforderlich ist – eine Einschätzung, die für die Betroffenen unverständlich sein dürfte. Mit zweifelhaften Berechnungsmethoden erreicht der Umweltminister, dass der finanzielle Impakt der Lärmbekämpfung gering bleibt. Aber auch, dass Bürgerverbände und Mouvement écologique vor Gericht ziehen und, wie gewohnt, gegen den Staat Recht bekommen.
Europäische Chemikalienpolitik: Giftige Prokrastination
2022 verkündete die EU-Kommission das Ziel „Null Verschmutzung“ und sagte damit giftigen Chemikalien, die Mensch und Umwelt belasten, den Kampf an. Passiert ist seitdem wenig, denn: Die Kommission steht sich selbst im Weg.

