Vorzeigearchitektur

von | 11.05.2012

Bernardo Fort-Brescia habe durch seine Ausführung des Sitzes der Banque de Luxembourg am Bd. Royal den Weg geebnet für eine hochwertigere Architektur in Luxemburg. So freute sich ein Zuhörer am Schluss der Konferenz, die der Architekt am Dienstag im Konferenzsaal ebendieser Bank gab. Anlass war die Fertigstellung des neuen „Anbaus“, dessen Design ebenfalls aus der Feder des gebürtigen Peruaners stammt. Das markante „Banque de Luxembourg“-Gebäude von 1994 war für den bekannten Architekten der Startschuss zu seiner europäischen Karriere. Neben den Überlegungen, die seinen Entwurf des Zusatzbaus prägten, stellte Fort-Brescia in Rekordzeit eine beachtliche Zahl von Wolkenkratzern vor, die er in aller Welt errichtet hat – beeindruckend nicht nur durch ihre Zahl, sondern auch durch die Waghalsigkeit ihrer Formen. Befragt nach dem Bauen in historischen Städten, betonte der Architekt, seine Skyscraper würden allesamt neben anderen in neuen Entwicklungsgebieten stehen. Allerdings zeichnete sein Büro Arquitectonica auch verantwortlich für das recht banale Bauwerk, dem im Luxemburger Bahnhofsviertel das Kino Marivaux weichen musste – letzteres stand einmal auf dem Inventar der schützenswerten Gebäude und war im Joly-Plan ebenfalls als architektonisch wertvolles Objekt markiert worden (siehe woxx 919).

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