Strategie ohne Ziel

von | 15.03.2013

Man braucht einen langen Atem, um das Thema der rezenten Pressekonferenz im Familienministerium auszusprechen: Vorgestellt wurde diese Woche die „Stratégie nationale contre le sans-abrisme et l’exclusion liée au logement“, die insgesamt vier Schwerpunkte umfasst und bis 2020 umgesetzt werden soll. Da viele Betroffene schon lange auf der Straße sind, zum Teil polytoxische Abhängigkeiten vorweisen, oft keine Schulabschlüsse haben und schwer ins System integriert werden können, soll mehr betreuter Wohnraum geschaffen werden. Ein weiteres Ziel ist, die Notfalleinrichtungen stärker über das Land zu verteilen. So denkt das Ministerium statt in kleineren Strukturen gar im großen Stil und will auf dem Gelände des Fonds Belval Wohnungen für 60 Personen schaffen. Auch soll durch ein vielschichtiges Maßnahmepaket ein Abrutschen in die Obdachlosigkeit verhindert werden: Indem die Gemeinden auch weiterhin motiviert werden sollen sozialen Wohnraum zu schaffen. Falls Freiwilligkeit nicht reicht, soll eine Quotenregelung strengere Angaben vorgeben. Der Einfluss der „Agence immobilière sociale“ soll über Land ausgebaut werden, indem eine stärkere Kooperation mit den Gemeindediensten angestrebt wird. Der Nachteil dieser gutgemeinten Strategie ist, dass sie zwar interessante Pisten vorgibt, jedoch keine konkreten bezifferbaren Zielangaben enthält. Und somit aufweichbar ist.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Le personnel médical, une cible militaire

En 2025, 1.981 personnes ont trouvé la mort dans 1.348 attaques contre des installations médicales dans des conflits. Un niveau record et un doublement du nombre de victimes par rapport à 2024, s’alarme Médecins sans frontières (MSF), sur la base de chiffres de l’Organisation mondiale de la santé. Le Soudan est le pays le plus touché, avec...

NEWS

Petition: Schutz für Fahrradfahrer*innen

Seit dem 15. Januar ist auf der Website des Parlaments eine Petition online, die einen besseren juristischen Schutz für Fahrradfahrer*innen fordert. Konkret geht es darum, die Beweislast bei Unfällen im Straßenverkehr umzukehren. Die Fahrer*innen motorisierter Fahrzeuge sollen bei einem Unfall mit schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen ihre...

ËMWELTNEWS

Schneewittchen-Äpfel gefällig?

Eine europaweite Analyse der NGO „Pan Europe“ hat Pestizidrückstände in 93 Prozent der getesteten Äpfel gefunden. Insgesamt wurden 59 Proben aus 13 Ländern entnommen, darunter auch von drei Äpfel aus konventionellem Anbau in Luxemburg. Die Mehrheit enthielt dabei Rückstände mehrerer Pflanzenschutzmittel. Hier ist das Großherzogtum laut dem am...