(avt) – Die Mai-Ausgabe von „forum“ schließt sich nahtlos an den Schwerpunkt des letzten Heftes, dem des Finanzplatzes Luxemburg an. Konsequent erweitert die forum-Redaktion die Frage nach dem Luxemburger Geschäftsmodell, um die Frage seines Platzes in Europa. Ist dieser noch immer an der Seite Deutschlands und Frankreichs? Oder manövriert sich das kleine Land gerade selbst in die atlantische Isolation, wie es das Coverbild kaum besser suggerieren könnte? Ist ein Ende der seit 20 Jahren anhaltenden „Gießkannenpolitik“ in Sicht und wird die durch Staatsaffären gelähmte Politik es schaffen, die Wende bei den Staatsfinanzen einzuläuten? Das fragt Jürgen Stoldt in seinem Editorial und gibt zu bedenken, dass für einen Absturz der luxemburgischen Finanzwirtschaft niemand wirklich gewappnet sei. Konkret wird danach gefragt, welche Positionen Luxemburg überhaupt (noch) in der Europäischen Union vertritt. Wo herrscht Kontinuität, wo dominieren Interessen, die in die Isolation führen? In den 14 kritischen Beiträgen wird klar: Luxemburgs Haltung ist nach wie vor bestimmt durch Ambivalenz und Pragmatismus und erweist sich am Ende noch immer als Laboratorium Europas. Und während André Hoffmann minutiös die Doppelmoral des hiesigen Steuermodells entlarvt, ist Luxemburg nach Ansicht Martine Hubertys letztlich nur ein kleiner Fisch in einem großen Teich.
WHO erinnert an Notlage im Sudan
In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

